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Neues Aktionsbündnis aus Bürgerinitiativen: Gemeinsam gegen die Y-Trasse

Bei der ersten Zusammenkunft: Mitglieder des Aktionsbündnisses mit Sprecher Eberhard Leopold (vorne sitzend) (Foto: oh)
ce. Vierhöfen. Der Protest gegen die von der Deutschen Bahn kürzlich vorgestellten Neubaupläne zur Y-Trasse (das WOCHENBLATT berichtete) wird in der Region immer größer. In Vierhöfen schlossen sich jetzt Mitglieder der Bürgerinitiativen (BI) und Interessengemeinschaften aus Bahlburg, Raven, Salzhausen, Luhmühlen, Thieshope, Toppenstedt, Vierhöfen und Westergellersen zu einem Aktionsbündnis zusammen. Mit dabei sind auch Naturschützer von BUND und NABU. Gemeinsam wollen sie für die zahlreichen, in verschiedenen Orten agierenden Gruppen eine einheitliche Dachorganisation in Form eines eingetragenen Vereins aus der Taufe heben. Zur Gründungsversammlung am Mittwoch, 17. September, um 19.30 Uhr im Bahlburger Dörpshus sind alle Interessierten eingeladen. Dort sollen auch künftige Maßnahmen des Aktionsbündnisses beraten werden. "Oberstes Ziel unseres Bündnisses ist, dass nicht über die Köpfe der Bürger hinweg entschieden wird und dass Landkreise, Kommunen und BIs nicht gegeneinander ausgespielt werden", betonte Bündnis-Sprecher Eberhard Leopold.
Die BIs fassten den Grundsatzbeschluss, alle in der Machbarkeitsstudie der Bahn geplanten Neubaustrecken der Y-Trasse - einschließlich der bereits vor vielen Jahren anvisierten ursprünglichen Route - abzulehnen. "Sämtliche Varianten würden für Hunderttausende von Menschen gravierende Beeinträchtigungen ihrer Lebensqualität und den irreparablen Verlust von Natur und Landschaft bedeuten", so Eberhard Leopold. "Wenn überhaupt, käme ein bedarfsgerechter Ausbau der bestehenden Strecke Hamburg-Lüneburg-Uelzen-Hannover mit dem Anspruch auf modernsten und umfassendsten Schallschutz in Betracht", räumt Leopold ein. Voraussetzung dafür wäre, dass die Bahn einen entsprechenden Bedarf für den Güterverkehr nachweise, was bislang nicht geschehen sei. Die vorliegende Machbarkeitsstudie basiere auf veralteten Bedarfszahlen und missachte die neuesten Verkehrsprognosen des Bundesverkehrsministeriums von 2010 bis 2030. Demnach haben sich die ursprünglich angenommenen Zahlen für den Bahn-Güterverkehr insgesamt fast halbiert.