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"Offene Fragen klären": Salzhausens Verwaltungschef zur Nutzung des "Josthof"-Geländes

Erst "Josthof" und dann? Die Zukunft des Geländes ist derzeit offen
ce. Salzhausen. "Wir können gerne über verschiedene Vorschläge reden. Vorher müssen aber alle noch offenen Fragen geklärt werden." Das sagt Salzhausens Gemeindedirektor Wolfgang Krause jetzt auf WOCHENBLATT-Anfrage zu im Dorf kursierenden und von Kommunalpolitikern vorgebrachten Ideen, was die künftige Nutzung des Geländes des abgebrannten Hotels und Restaurants "Josthof" betrifft. Auch für die Fraktionsvorsitzenden des Gemeinderates habe "die Faktenklärung in Sachen 'Josthof' derzeit oberste Priorität", fasst Krause das Ergebnis eines vor wenigen Tagen stattgefundenen Gespräches zusammen.
Eigentümer des nach wie vor mit einem Insolvenzverfahren belasteten "Josthof"-Geländes ist inzwischen wieder dessen ehemaliger Besitzer Jörg Hansen. Im Rahmen des Verfahrens müsse - so Wolfgang Krause - zunächst die Versicherung über die Höhe der Versicherungsleistung entscheiden, anschließend müssten sich Gläubiger und Eigentümer einigen. "Erst wenn das geschehen ist, können wir Gespräche mit potenziellen Investoren aufnehmen, inwieweit sie ihre Vorhaben vor Ort umsetzen können. Es haben sich bereits einige Interessenten aus verschiedenen Branchen bei uns gemeldet", erklärt der Verwaltungschef.
Einige Salzhäuser könnten sich auch vorstellen, an Stelle des "Josthof" ein Veranstaltungszentrum zu errichten, da die Dörpschün für größere Events zu klein und das Schützenhaus zu betagt sei. "Einer Veranstaltungshalle als 'Josthof'-Nachfolger stehe ich skeptisch gegenüber, da ringsherum Wohnbebauung steht", räumt Wolfgang Krause ein. Bezüglich des Schützenhauses habe die Gemeinde jetzt das Lüneburger Planungsbüro Patt damit beauftragt, zu prüfen, welche Nutzungsmöglichkeiten es nach einem eventuellen Hausabriss auf dem Gelände gäbe. "Dabei müssten wir in jedem Fall Rücksicht nehmen auf alten, schützenswerten Baumbestand", gibt Krause zu bedenken.
Gut vorstellen könnte er sich als Veranstaltungs-Schauplatz die Schulmensa am Kreuzweg, in der rund 200 Personen Platz finden und die Eigentum des Landkreises Harburg ist. "Bevor wir die Mensa aber für Events öffnen, müsste man sich dringend um die Belüftung kümmern. Im Winter ist es dort zu kalt, im Sommer zu heiß", weiß Krause aus eigener Erfahrung. "Ich habe den Landkreis gebeten, zunächst einmal grundsätzlich über die Möglichkeit einer Co-Nutzung nachzudenken. Aber unabhängig davon bedarf es schon jetzt für Schüler und Lehrer dringend einer Verbesserung der bestehenden Situation."