Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

"Rauf aufs Spielfeld und loslegen!"

Wollen mit "Olympia in Hamburg" aufs richtige Pferd setzen (v. li.): Heiner Schönecke, André Bock, Christoph Meinecke, Adrian Mohr, Rainer Rempe und Björn Thümler

CDU und Unternehmerverbände fordern vom Land mehr Engagement für Olympia in Hamburg

ce. Luhmühlen. "Wir sind Feuer und Flamme für die Olympischen und Paralympischen Sommerspiele 2024 in Hamburg. Damit das klappt heißt es aber für alle Beteiligten in Niedersachsen: Runter vom Sofa, rauf aufs Spielfeld und loslegen!" Das war Tenor eines Treffens der CDU-Landtagsfraktion und der Unternehmerverbände, das jetzt auf dem Turniergelände in Luhmühlen stattfand. Das Reitermekka und die Schießsportanlage in Garlstorf sind als potenzielle Austragungsstätten olympischer Wettbewerbe im Gespräch. Anlass der Zusammenkunft war die CDU-Fraktionssitzung. Mit dabei: CDU-Landtagsfraktionschef Björn Thümler, der sportpolitische Fraktionssprecher Adrian Mohr, die Landtagsabgeordneten Heiner Schönecke und André Bock, Christoph Meinecke, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Unternehmerverbände Niedersachsen (UVN), und Landrat Rainer Rempe.
"Wirtschaft und Gesellschaft in Niedersachsen würden enorm von Spielen in Hamburg profitieren. Niedersachsen hätte die große Chance, sich mit seinen Sportstätten in Luhmühlen und Garlstorf sowie den Stadien und Sportarenen in Hannover, Wolfsburg und Braunschweig als guter Gastgeber sportlicher Großereignisse zu präsentieren", betonte Björn Thümler. Eine erfolgreiche Hamburger Bewerbung brächte einen Schub für wichtige Verkehrsprojekte in Norddeutschland. "Der Norden hat die große Chance, sich über die Ländergrenzen hinaus als attraktiver Wirtschaftsstandort zu profilieren. Dafür müssen die großen Verkehrsinfrastrukturprojekte endlich vorangebracht und konkurrenzfähig werden", appellierte der Fraktionsvorsitzende.
Christoph Meinecke verspricht sich von Olympia in Hamburg auch für Niedersachsen "wichtige Impulse für Tourismus, Hotel- und Gaststättengewerbe sowie für die Bauwirtschaft". Für Bauvorhaben wie die A20, A39 oder die Verbindung der A26 zur A7 könnten die Spiele "wichtige Anstoß- oder Beschleunigungseffekte" bedeuten.
"Die Landkreise Harburg und Lüneburg stehen uneingeschränkt hinter der Bewerbung Hamburgs", unterstrich Rainer Rempe. "Wir wollen dort aber nicht nur Zaungast sein, sondern mitmachen." Die Tatsache, dass Niedersachsen bislang nicht zur Bewerbungsgesellschaft gehört (das WOCHENBLATT berichtete), stieß in der Versammlung auf Unverständnis. André Bock erklärte, das Land und der Landkreis könnten bei Olympia "mit den Pfunden Garlstorf und Luhmühlen wuchern". Zudem habe sich auch der Winsener Golfclub "Green Eagle" als Austragungsort beworben. Heiner Schönecke forderte einen Beitritt zur Bewerbergesellschaft, da Niedersachsen ohne Luhmühlen und Garlstorf "sportpolitisches Niemandsland" wäre.
"Niedersachsen muss endlich mehr tun, als wohlwollend abzuwarten!", mahnte Björn Thümler. In einem Positionspapier fordert die CDU-Landtagsfraktion daher unter anderem eine regelmäßige Unterrichtung des Ausschusses für Inneres und Sport durch die Niedersächsische Landesregierung über den Stand der Olympiabewerbung. Zudem müsse ein gemeinsamer Olympiaausschuss der Bundesländer Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen eingerichtet werden, um nötige Abstimmungen und strategische Entscheidungen auf dem Weg zu Olympia herbeizuführen. Erforderlich sei auch die Auflage eines zusätzlichen Sportstätten-Modernisierungsprogrammes durch das Land in enger Kooperation mit dem Landessportbund.