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Salzhausen im Wandel: Aus- und Rückblick beim Neujahrsempfang der Gemeinde

Gemeindedirektor Wolfgang Krause
 
Bürgermeisterin Elisabeth Mestmacher
ce. Salzhausen. "Salzhausen, Luhmühlen, Oelstorf und Putensen haben einen großen Charme. Und wir müssen alle etwas dafür tun, dass dieser charmante Dorfcharakter erhalten bleibt." Diesen Appell richtete Bürgermeisterin Elisabeth Mestmacher jetzt an die zahlreichen Besucher aus Salzhausen und seinen Ortsteilen beim Neujahrsempfang, zu dem die Gemeinde ins Schützenhaus eingeladen hatte. Dort hieß auch Gemeindedirektor Wolfgang Krause die Gäste willkommen.
Elisabeth Mestmacher lieferte einen "Rück- und Ausblick von A bis Z". Dabei kam sie auf die Dorfentwicklung zu sprechen, für die in Zusammenarbeit mit der Oberschule im "Kursbuch Zukunft" weitere Pläne in puncto Tourismus, Arbeitsplätze und Gestaltung des gesellschaftlichen Lebens geschmiedet worden seien.
Das "E" stand bei Mestmacher für das Ehrenamt, das in der Gemeinde "allgegenwärtig" praktiziert werde. Hierfür dankte sie - ebenso wie Wolfgang Krause - allen Aktiven. Bei der Integration von Flüchtlingen engagierten sich nicht nur viele Ehrenamtliche, sondern auch das Gymnasium als "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage".
Mit Blick auf die Jugend kündigte Mestmacher an, dass ein schon lange geplanter Bolzplatz in Salzhausen in 2017 möglichst verwirklicht werden solle.
Mit ein bisschen Wehmut ließ das die Bürgermeisterin das "S" für den "Seniorenklub Salzhausen" stehen. "Dem Verein steht nach rund 33 Jahren die Auflösung bevor, da sich kein Nachfolger für den jetzt abtretenden Vorstand findet", bedauerte Mestmacher.
Der Tourismus sei für die Gemeinde ein "wichtiger Wirtschaftsfaktor". Die vorhandene Infrastruktur müsse daher attraktiv erhalten und ausgebaut werden. Dies gelte etwa für das Waldbad, in das in der jüngsten Saison 61.924 Besucher kamen, ebenso wie für die Einrichtung zusätzlicher Hot Spots für WLAN-Empfang in der Region.
Bei den Stichworten "Umzug und Umbau" führte Mestmacher die gerade bezogene neue Polizeistation am Zickzackweg an und die Sanierung des Hauses der ehemaligen Bäckerei Ackenhusen durch die Gemeinde. Diese renoviert das Gebäude unter anderem für eine Arztpraxis, ein Therapiezentrum und Wohnraum.
Das Thema Wohnen wird in Salzhausen derzeit insbesondere vom Neubaugebiet "Witthöftsfelde" und vom Beitritt der Gemeinde zur Kommunalen Wohnungsbaugesellschaft des Landkreises Harburg geprägt. "Durch das Baugebiet wird die Einwohnerzahl vor Ort stark steigen", war Mestmacher überzeugt.
In seinem Ausblick auf 2017 betonte Wolfgang Krause, dass der Betreuungsbedarf für den Nachwuchs im Raum Salzhausen zunehme. Deshalb wird in Salzhausen bis Ende 2017/Anfang 2018 ein Neubau mit 45 Krippen- und 18 Kindergartenplätzen errichtet. Ein in Gödenstorf als Interimslösung zum Hort teilweise umgebautes Haus öffnet seine Pforten voraussichtlich am 20. Februar.
Bis Jahresende soll laut Krause geklärt werden, ob die erforderlichen Sanierungsarbeiten an der Grundschule Salzhausen zu deren Instandsetzung ausreichen oder ob es eines Neubaus bedarf.
Voraussichtlich im Mai wird der Neubau des Bauhofes auf dem Gelände der Kläranlage fertig. Kosten: rund 850.000 Euro.
In Sachen Gewerbegebiet Oelstorf II freute sich Wolfgang Krause über eine rege Nachfrage. "Es gibt derzeit sieben Nachfragen von Unternehmen, die sich dort gerne ansiedeln würden", erklärte das Gemeindeoberhaupt.
Den musikalischen Rahmen des Neujahrsempfangs gestaltete Krauses Tochter, die Schauspielerin und Sängerin Marie-Madeleine, die auch mit Liedern auf "Hamburger Platt" die Gäste begeisterte.