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"Strecke geplant ohne Ortskenntnis!": Bürgerbündnis lehnt in Diskussion um Y-Trassen-Planung "Breimeier-Variante" ab

Bei der Infoveranstaltung: Bündnis-Vorsitzender Eberhard Leopold
ce. Wulfsen. "Diese Streckenführung ist ohne Ortskenntnis geplant!" Das betonte Eberhard Leopold, Vorsitzender des Bürgerbündnisses Nordheide gegen Eisenbahnneubautrassen, jetzt auf einer Infoveranstaltung in Wulfsen bei der Vorstellung der im Zusammenhang mit den Y-Trassen-Planungen der Deutschen Bahn neu ins Spiel gebrachten "Breimeier-Variante". Deren geistiger Vater ist der frühere Bahn-Ingenieur Dr. Rudolf Breimeier. Sein Trasse soll als Ost-West-Verbindung den Güterverkehr aus den Häfen Hamburg und Bremen über die alte Strecke der ehemaligen Buchholzer Bahn unter anderem durch den Kreis Harburg bis nach Wittenberge (Sachsen-Anhalt) bringen. In dieser Variante - die auch der Verkehrsclub Deutschland favorisiert - sieht Breimeier eine Entlastung der Hauptstrecke zwischen Hamburg und Hannover.
"Diese Variante wird von den 17 Bürgerinitiativen aus den Kreisen Harburg und Lüneburg, die sich in unserem Bündnis zusammengeschlossen haben, mit Vehemenz abgelehnt", erklärte Eberhard Leopold. Auch die Kreisverwaltungen Harburg, Lüneburg und Uelzen seien dagegen. Als Gründe nannte er unter anderem die "erheblichen negativen Auswirkungen" für Mensch und Natur und die Tatsache, dass die Trassen in großen Teilen durch die dicht besiedelsten Gebiete der Kreise Harburg und Lüneburg verlaufen würde. Die von Breimeier erwähnte Möglichkeit einer Reaktivierung der alten Buchholzer Bahnstrecke kritisierte Leopold als "Nebelkerze", da die meisten Bahnschienen in diesem Bereich verschwunden und Radwegen oder Wohngebieten gewichen seien.