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"Weiter Weg bis zum Kleinod": Gemeinde Salzhausen will seit fast 30 Jahren leerstehendes Geschäftshaus im Ortskern mit Leben füllen

Haben viel vor mit dem seit fast 30 Jahren leerstehenden Geschäftshaus an der Bahnhofstraße (v. li.): Wolfgang Krause, Anja Beckmann und Andreas Ristau
ce. Salzhausen. "Aus diesem Haus kann man in Abstimmung mit dem Denkmalschutz wieder ein schickes Kleinod im Ortskern machen. Bis dahin ist es aber noch ein langer Weg." Das sagt Salzhausens Gemeindedirektor Wolfgang Krause, als er auf das ehemalige Geschäftshaus an der Bahnhofstraße 4 blickt, das seit 1986 leersteht. Nach langen Verhandlungen hat die Kommune das Gebäude jetzt auf der Basis eines entsprechenden Ratsbeschlusses von den Eigentümern erworben, um es zu sanieren und mit neuem Leben zu füllen.
Errichtet wurde das Haus 1834. Im Jahr 1872 brannte das Gebäude ab, wurde wieder aufgebaut und anschließend viele Jahrzehnte unter anderem als Bäckerei mit Landwirtschaft im Nebenerwerb genutzt. "Dieses gute Stück ist heute noch funktionstüchtig", sagt Salzhausens Bauamtsleiter Andreas Ristau, als er den 1926 eingebauten Backofen zeigt. Beim Rundgang mit Ristau, Krause und der Gemeinde-Öffentlichkeitsbeauftragten Anja Beckmann durch das zum Teil stark zerfallene Haus bekommt der WOCHENBLATT-Reporter auch Einblicke in die früheren Räume einer Dachdeckerei, die hier lange Zeit ansässig war, und in ehemalige Wohnräume. An den Einrichtungen hat der Zahn der Zeit kräftig genagt, die Bausubstanz ist allerdings noch gut erhalten.
"Die letzte Grundsanierung geschah hier in den 20er Jahren, seitdem wurde kaum etwas erneuert. Das ist andererseits ein Segen für den Denkmalschutz", so Andreas Ristau. "Innerhalb eines Jahres wollen wir für die künftige Nutzung des Erdgeschosses und eines Teiles des Dachbodens ein Konzept erarbeiten und uns nach Fördermöglichkeiten umschauen, um dieses ortsbildprägende Haus zu erhalten", kündigt Wolfgang Krause an. Die ersten Maßnahmen sollen 2016 umgesetzt werden. "Die mehrfach diskutierte Mitnutzung als Jugendzentrum kommt nicht infrage, da wir aus Denkmalschutzgründen die erforderlichen Schallschutzwände nicht einbauen dürften", so Krause. "Und um ausschließlich als Jugendzentrum genutzt zu werden, ist das Haus zu groß."