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Dem Gewerbe den Rücken stärken

Einer der Haupt-Einzelhandelsstandorte von Salzhausen: der Bereich Bahnhofstraße/Alte Baumschule am Ortseingang
ce. Putensen. Die Sicherung und Stärkung der wohnortnahen Versorgung sowie die Schaffung von Planungssicherheit für die künftige Ansiedlung von großflächigem Einzelhandel - das sind Ziele des Einzelhandels-Entwicklungskonzeptes der Gemeinde Salzhausen, das der Gemeinderat einstimmig in seiner jüngsten Sitzung in Putensen beschloss. Erstellt wurde das Konzept auf Anregung des Landkreises Harburg im Auftrag der Gemeinde von der in Hamburg ansässigen BBE Handelsberatung GmbH.
Der Fokus des Konzeptes liegt auf dem zentralen Versorgungsbereich von Salzhausen. Er umfasst den Haupteinkaufsbereich entlang der Lüneburger Straße und Bahnhofstraße, der durch die großen Einzelhandels-Standorte "Alte Baumschule" und "Lüneburger Straße/Am Waldbad" eingerahmt wird. Zur nachhaltigen Stabilisierung empfiehlt die BBE eine weitere Verdichtung des Einzelhandels auf der Hauptachse. Bei frei werdenden Flächen sollten zusätzliche Geschäfte, Gastronomie oder Fachmärkte angesiedelt werden. Den geplanten Neubau eines Lidl-Lebensmitteldiscounters an der Bahnhopfstraße (das WOCHENBLATT berichtete) bewertet die BBE als "grundsätzlich positiv". Gleichzeitig müssten die bestehenden großen Nahversorgungs-Standorte gesichert werden. Dies gelte sowohl für den Edeka Aktiv Markt Düver ("Alte Baumschule") als auch für den im Bereich Lüneburger Straße/Am Waldbad geplanten neuen Lebensmittel-Supermarkt.
In der "Salzhäuser Liste" führt die BBE nahversorgungsrelevante Sortimente auf, die im Einzelhandel im Ortskern nicht fehlen dürfen. Dazu gehören unter anderem: Lebens- und Genussmittel, Tabakwaren, Apotheken, Drogerien, Computer- und Telekommunikationstechnik, Unterhaltungselektronik, Haushaltstextilien (Haus-, Tisch- und Bettwäsche), Haushaltsgeräte, Vorhänge, Teppiche, Lampen, Bücher, Zeitschriften, Schreibwaren, Spielzeug und Bastelwaren, Bekleidung, Schuhe, medizinische und orthopädische Artikel, Blumen, Tiernahrung, Uhren und Schmuck und Augenoptiker. Stark erweitern müsse der örtliche Einzelhandel - so das Fazit der BBE - sein Angebot beispielsweise bei junger Familienmode und (Sport)Schuhen.
Gewerbe-Neuansiedlungen mit zentrenrelevanten Angeboten sollten nur noch entlang der Einkaufs-Hauptachse zugelassen werden, empfiehlt die BBE mit Blick auf die künftige Bauleitplanung zur Umsetzung des Einzelhandelskonzeptes. In den Salzhäuser Ortsteilen sollten indes lediglich Kioske oder kleine Lebensmittel-SB-Geschäfte für die jeweilige Gebietsversorgung möglich sein. "Für die Gewerbetreibenden im Ortskern von Salzhausen muss Bestandsschutz oberste Priorität haben", brachte CDU-Ratsherr Hermann Bockelmann schließlich den Tenor des Konzeptes auf den Punkt.