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"Gezielt in die Zukunft investiert"

Eines der Highlights 2015: die Eröffnung des sanierten Salzhäuser Waldbades (Foto: archiv/ce)

Samtgemeinde Salzhausen blickt auf das vergangene Jahr zurück

ce. Salzhausen. "Trotz diverser Einsparungen und gestiegener Steuerkraft wies der Haushalt der Samtgemeinde Salzhausen aufgrund der überproportional gestiegenen Kosten für die Kinderbetreuung in den nächsten Jahren erhebliche Defizite auf." Das erklärte Samtgemeindebürgermeister Wolfgang Krause, als er jetzt den Jahresrückblick für 2015 vorlegte. Um dem Defizit entgegenzuwirken und einen genehmigungsfähigen Haushalt aufstellen zu können, beschloss der Rat in seiner jüngsten Sitzung die Anhebung der Samtgemeindeumlage um zwei Prozent auf 45 Prozent. "Nach der derzeitigen Prognose werden in den nächsten Jahren keine weiteren Anhebungen der Umlage notwendig sein", so Krause.
In seiner Rückschau setzte er unter anderem folgende weitere Schwerpunkte:
- Bevölkerungsentwicklung:
Lebten in der Samtgemeinde Ende 2013 insgesamt 14.784 Menschen, so waren es Ende 2015 schon 14.907 Männer, Frauen und Kinder. 988 Personen zogen im vergangenen Jahr neu in die Samtgemeinde, 695 verließen sie.
- Kinderbetreuung:
Wegen des erheblichen Anstiegs der Personalkosten in Kindergärten und Krippen beschloss der Rat eine Gebührenerhöhung für die Jahre 2016 bis 2018 um jeweils zehn Prozent. Die Eltern sollen aber nicht zu sehr belastet werden. Über ihre Beiträge werden bis zu 24 Prozent der Kosten finanziert. Die Samtgemeinde steuert über 50 Prozent bei, Land und Landkreis übernehmen mindestens 26 Prozent.
- Samtgemeindebücherei in Salzhausen:
Sie ist nach wie vor sehr beliebt bei den Literaturfreunden. Im Jahr 2015 wurden über 20.340 Bücher, mehr als 7.360 Medien und rund 1.760 E-Book-Reader ausgeliehen. Gut 50 Veranstaltungen fanden in der Bücherei statt.
- Feuerwehr:
Die Freiwillige Feuerwehr Salzhausen feierte in 2015 ihr 125-jähriges Jubiläum. Zudem wurde eine Kinderfeuerwehr gegründet. Ein engagiertes Betreuerteam führt die Jungen und Mädchen im Alter von sechs bis zehn Jahren jeden dritten Samstag im Monat an eine altersgerechte Brandschutzerziehung heran.
- Flüchtlinge:
Ende 2015 waren über 350 Flüchtlinge in der Samtgemeinde untergebracht. Diese Zahl wird laut Wolfgang Krause bis April dieses Jahres auf rund 570 ansteigen. Derzeit engagieren sich vier Helferkreise an den Wohncontainerstandorten. Zudem riefen die Kommune und die Salzhäuser St. Johannis-Kirchengemeinde die Initiative "Wir für die Samtgemeinde Salzhausen" ins Leben, die im Salzhäuser "InterZOB" Asylbewerber und andere Bedürftige mit Kleidung und Lebensmitteln versorgt. Neue Flüchtlingsunterkünfte sollen in Kürze in Toppenstedt und Vierhöfen entstehen.
- Öffentlicher Personennahverkehr:
Die Buslinien 4410 Vierhöfen - Winsen und 5200 Salzhausen - Wildpark Nindorf werden für weitere zwei Jahre von der Samtgemeinde Salzhausen bezuschusst.
- Waldbad Salzhausen:
Nach zehnmonatiger Sanierungsphase wurde die Freizeit- und Sportstätte offiziell eingeweiht. Besondere Attraktionen sind eine Breitwellenrutsche, eine Sprunganlage mit Fünf-Meter-Plattform und das neu gestaltete Kleinkindbecken. In der baubedingt sehr kurzen Badesaison von nur drei Monaten kamen immerhin 43.300 Gäste. In diesem Jahr will der Förderverein eine Water-Climbing-Anlage errichten.
- Krankenhaus Salzhausen:
Nach dem Ende des Insolvenzverfahren schloss das Haus Ende 2015 seine Türen. Mit der Übernahme durch die Krankenhäuser Buchholz und Winsen wird die Klinik nach einer umfangreichen Sanierung des historischen Gebäudes in ein ambulantes Gesundheitszentrum umgewandelt. "Derzeit laufen intensive Gespräche über die Nachnutzung mit zahlreichen Interessenten", so Wolfgang Krause.
- Regionales Raumordnungsprogramm (RROP) des Landkreises Harburg:
Die Samtgemeinde lehnt weiterhin die im RROP vorgesehene südliche Umgehungsstraße von Pattensen ab.
- Gewerbestandort:
Das 8,5 Hektar große Gewerbegebiet Oelstorf II wurde feierlich eröffnet. Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises Harburg, die das Areal auch vermarktet, investierte darin knapp vier Millionen Euro. Gut 1,1 Millonen Euro gab es an EU-Fördermitteln. Das Gewerbegebiet bietet Platz für die Ansiedlung kleiner und mittelständischer Betriebe.
Die Samtgemeinde habe "als Teil des Naturparks Lüneburger Heide und der Metropolregion Hamburg im Rahmen ihrer finanziellen Mittel gezielt und nachhaltig in die Zukunft investiert", betonte Wolfgang Krause. Schließlich bedankte er sich insbesondere bei den ehrenamtlich in der Samtgemeinde Aktiven: "Vieles wäre ohne diesen persönlichen und unentgeltlichen Einsatz gar nicht möglich."