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"Noch ist keine Entscheidung getroffen": Landratskandidaten Rainer Rempe und Wolfgang Grambow zu Sandabbau in Vierhöfen und Y-Trasse

Trafen in Vierhöfen erstmals aufeinander: die Landratskandidaten Thomas Grambow (li.) und Rainer Rempe
ce. Vierhöfen. Gut eine Woche vor den Landsratswahlen am 25. Mai trafen die Kandidaten Thomas Grambow (SPD) und Rainer Rempe (CDU) im Wahlkampf am Donnerstagabend in Vierhöfen erstmals aufeinander. Anlass war ein Infoabend, zu dem die Bürgerinitiative Vierhöfen (BIVI) und die Gemeinde gemeinsam eingeladen hatten. Dabei standen auch umstrittene Themen wie der Sandabbau in Vierhöfen und die Planungen für die Y-Trasse zur Debatte.
"Es ist noch keine Entscheidung getroffen", versuchte Rainer Rempe die BIVI-Mitglieder und andere Vierhöfener zu beruhigen, die befürchteten, der geplante langfristige Bodenabbau auf rund 100 Hektar vor ihrer Haustür durch die Lüneburger Firma Manzke (das WOCHENBLATT berichtete) sei bereits beschlossene Sache. Ein neues, vom Unternehmen in Auftrag gegebenes Gutachten werfe Fragen auf und müsse daher noch einmal neu ausgelegt werden. Auch Aspekte wie Natur- und Artenschutz müssten dabei unter Einbeziehung der Bürger berücksichtigt werden.
In Sachen Y-Trasse mahnte Rainer Rempe, an der bereits 2001 raumordnerisch festgestellten Schienen-Neubaustrecke von Lauenbrück nach Isernhagen für den Güterverkehr festzuhalten, anstatt mit neuen, den Kreis Harburg berührenden Trassenplanungen wieder bei Null anzufangen. "Der Kreis ist zudem verkehrstechnisch schon genug belastet."
Gegen den Bau einer neuen Trasse, auf der insbesondere der Güterverkehr aus dem Hamburger Hafen transportiert werden soll, sprach sich auch Thomas Grambow aus. Es müsse dafür zunächst der tatsächliche Bedarf geklärt werden. "Es soll auch durch diese Trasse mehr Containerverkehr auf die Schienen verlegt werden. Tatsächlich beobachte ich aber, dass der Lkw-Verkehr immer mehr zunimmt", so Grambow.
Beim Thema Sandabbau appellierte Grambow an die Verantwortlichen, gründlich zu prüfen, inwieweit die Sorgen der Vierhöfener berechtigt seien, dass der Abbau zu einer Erhöhung des Grundwasserspiegels und damit zu Schäden in ihren Häusern führen. Sollte der Bodenabbau ohne Folgeschäden möglich sein, müsse in Abstimmung mit den Bürgern eine einvernehmliche Lösung für den Sandtransport gefunden werden. "Der Schwerlastverkehr darf nicht zu einer Belastung für die Bürger werden", so Grambow.