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Rück- und Ausblick des Salzhäuser Verwaltungschefs auf 2017/2018

Eines der wichtigen Ereignisse in 2017: die Einweihung der neuen Salzhäuser Polizeistation mit (v. li.) Samtgemeinde-Bürgermeister Wolfgang Krause, Stationsleiter Michael Stolze und Uwe Lehne, Leiter der Polizeiinspektion Harburg (Foto: archiv/ce)
ce. Salzhausen. Finanzentwicklungen und Baumaßnahmen prägen den Rückblick auf 2017 und den Ausblick auf 2018, den Salzhausens Samtgemeinde-Bürgermeister und Gemeindedirektor Wolfgang Krause jetzt vorlegte. Dabei setzte er unter anderem folgende Schwerpunkte:
- Finanzen: Die Steuerkraft der Mitgliedsgemeinden in der Samtgemeinde Salzhausen ist um 6,1 Prozent gestiegen. Insbesondere die Entwicklung der Anteile an der Einkommensteuer hat sich dabei positiv ausgewirkt. Für die Jahre 2018/2019 wurde wieder ein Doppelhaushalt mit einem Volumen von knapp 14 Millionen Euro bei der Samtgemeinde sowie rund 2,8 Millionen Euro für die Wirtschaftsbetriebe jeweils pro Jahr beschlossen. Aufgrund der Erweiterung des Kinderbetreuungsangebotes besteht zurzeit ein Zuschussbedarf in Höhe von etwa 2,1 Millionen Euro in diesem Bereich.
Die Verschuldung der Samtgemeinde liegt derzeit bei gut 1,7 Millionen Euro, die des Wirtschaftsbetriebesbei etwa vier Millionen Euro.
- Einwohnerzahl: Die Einwohnerzahl der Samtgemeinde Salzhausen stagniert weiterhin mit leichtem Aufwärtstrend. Gegenüber Dezember 2016 stieg die Zahl um neun auf momentan insgesamt 14.917 Menschen. Allerdings wird auch durch die Ausweisung von Neubaugebieten ab 2018 eine jährliche Steigerung der Einwohnerzahl von bis zu zwei Prozent prognostiziert.
- Kindertagesstätten: In den Kindergärten und Krippen stehen mit Fertigstellung der neuen Kindertagesstätte an der Lüneburger Straße in Salzhausen insgesamt 530 Plätze zur Verfügung. Der Betreuungsbedarf insbesondere für ein- bis dreijährige Kinder steigt stetig an. Aus diesem Grund baut die Samtgemeinde die neue Kita in Salzhausen mit 45 Krippenplätzen und einer Integrationskindergartengruppe mit 18 Plätzen (14 Regelplätze und 4 Integrationsplätze). Die Kosten für die Herstellung und Einrichtung des Neubaus werden auf etwa drei Millionen Euro geschätzt. Die Fertigstellung ist aufgrund der schlechten Wetterlage erst für März dieses Jahres geplant.
- Schulen: Bei den Grundschulen, insbesondere in Salzhausen, ist der Bedarf an zusätzlichen Räumlichkeiten sehr groß. Daher wurde in 2017 bereits das Dachgeschoss in der Grundschule Am Paaschberg zu einem Unterrichtsraum und einem Musikraum sowie zwei Gruppenräumen ausgebaut. Kosten: etwa 240.000 Euro.
Im Dezember 2017 beschloss der Samtgemeinderat einen Teilneubau der Grundschule am bereits bestehenden Standort Am Paaschberg, westlich der vorhandenen Schule. Dabei wird versucht, durch ein Heranrücken des geplanten Neubaus an das bestehende Gebäude, die Kosten so gering wie möglich zu halten. Für den Schulneubau wird mit einem Investitionsvolumen von zehn Millionen Euro gerechnet. Die Fertigstellung ist für 2020/2021 geplant. Die Planungen für die Weiterentwicklung der Grundschule haben bereits begonnen.
- Anbau Sporthalle Auetal: Zum 1. Januar 2017 trat eine neue Förderrichtlinie in Kraft, die auch die Erweiterung von Sporthallen beinhaltet. Für den Sporthallenanbau in Garstedt ist eine Förderung der Gesamtkosten (geschätzt rund 620.000 Euro) bis zu 63 Prozent möglich. Der Samtgemeinderat beschloss den Sporthallenanbau unter der Voraussetzung, dass Fördermittel mindestens in Höhe von 53 Prozent der förderfähigen Kosten bewilligt werden. Kurz darauf wurde eine grundsätzliche Förderung von 63 Prozent der Baukosten zugesagt. Darauf aufbauend erfolgte die Ausführungsplanung, die seit längerer Zeit dem Amt für regionale Landesentwicklung zur endgültigen Genehmigung vorliegt. Ein entsprechender Fördermittelbescheid wurde für Januar 2018 zugesagt, so dass dann die einzelnen Gewerke ausgeschrieben werden können. Mit einer Fertigstellung des Anbaus wird spätestens im dritten Quartal 2018 gerechnet.
- Brandschutz: Mit dem Doppelhaushalt 2018/2019 hat der Samtgemeinderat Investitionen für den Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses in Salzhausen beschlossen, da die derzeitigen Räumlichkeiten nicht mehr ausreichend sind. Der Fachausschuss wird sich im ersten Quartal mit dem endgültigen Standort des Neubaus in Salzhausen befassen. Die Baumaßnahmen sind für 2019 geplant.
- Polizeistation Salzhausen: Die neue Polizeistation im Zickzackweg wurde zu Beginn des Jahres 2017 fertiggestellt. Die Gesamtkosten betrugen etwa eine Million Euro. Die Samtgemeinde setzt sich nach wie vor nachdrücklich dafür ein, dass die Polizeipräsens in der Region wieder gestärkt wird. "Wir erwarten von der neuen Landesregierung, dass sie endlich entsprechende Konsequenzen aus den steigenden Einbruchsdelikten zieht", betont Wolfgang Krause.
- Wirtschaftsbetriebe: Ein Großprojekt der Samtgemeinde in 2017 war der Neubau des Bauhofes. Die neue Halle mit gemeinsamen Büroflächen und Sozialräumen für Klärwerk und Bauhof, mit Salzlager und Waschplatz - der zukünftig auch von den Feuerwehren der Samtgemeinde genutzt wird - wurde auf dem Gelände des Klärwerkes errichtet. Kosten: etwa eine Million Euro. Das alte Bauhofgelände in Gödenstorf wurde an eine Sattlerei aus Salzhausen verkauft.
- Waldbad: In der Sommersaison 2017 wurde das Freibad trotz der sehr mäßigen Wetterlage von 48.000 Gästen besucht.
- Flüchtlinge: Derzeit sind 197 Flüchtlinge (Vorjahr: 183) in der Samtgemeinde Salzhausen an den Standorten Salzhausen, Garlstorf, Gödenstorf, Eyendorf und Wulfsen/Garstedt untergebracht. Davon sind 89 Flüchtlinge anerkannt.
- Josthof: Der Eigentümer des im April aus noch immer nicht geklärten Gründen abgebrannten historischen Salzhäuser Hotels und Restaurants "Josthof" konnte laut Wolfgang Krause mittlerweile eine Gesamteinigung mit der Versicherung erzielen, so dass in diesen Wochen die Räumung des Grundstückes erfolgen kann. Danach wird der Bodendenkmalschutz Prüfungen des Untergrundes vornehmen. Während dieser Zeit will die Gemeinde die Planungen für die zukünftige Nutzung vorantreiben. Dies soll im Sinne des Schutzes des Ensembles rund um die Kirche geschehen.
- Ackenhusen-Haus: Nachdem das denkmalgeschützte Ackenhusen-Haus an der Bahnhofstraße über zwei Jahre für rund 1,6 Mio. Euro umfangreich saniert worden war, übergab die Gemeinde die Schlüssel im Juli 2017 offiziell an die neuen Mieter. In den neuen Räumlichkeiten befinden sich neben einer kleinen Wohnung die Hausarztpraxis Dr. Eike Quehl, das Therapeutikum, eine Hebammenpraxis und eine Kindercoachin.
Wolfgang Krause bedankt sich schließlich unter anderem auch bei allen in der Samtgemeinde ehrenamtlich Aktiven sowie bei den Vertretern der politischen Gremien. "Nur mit ihrem kontinuierlichen Einsatz ist es möglich, die Kommunen gemeinsam zukunftsorientiert aufzustellen", so Krause. .