Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Samtgemeinderat hat entschieden: Salzhäuser Paaschberg bleibt Grundschul-Standort

Ein erster Entwurf: Für die geplante neue Mensa ist der Abriss der jetzigen Aula angedacht. Bestehen bleiben können der Schulanbau zwischen Übergang und Mensa sowie der ursprüngliche, 1950 errichtete Schulbau (Foto: archiv/Architekten BDA Feldschnieders + Kister)
ce. Salzhausen. Der geplante Neubau der Grundschule Salzhausen  für bis zu 8,1 Millionen Euro (das WOCHENBLATT berichtete) soll auf einem Grundstück in der Straße "Am Paaschberg" errichtet werden, wo sich bereits der Altbau der Schule befindet. Das beschloss der Samtgemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. Um Kosten zu sparen, solle das neue Gebäude möglichst dicht an das bestehende gebaut werden.
"Je dichter der Neubau an die Schule rückt, desto weniger Wald muss gerodet werden und desto günstiger wird das Vorhaben", betonte Ratsfrau und Schulausschuss-Vorsitzende Christiane Oertzen. Der Paaschberg sei für die Erweiterung der Grundschule "der einzig mögliche und beste Standort". Der Salzhäuser Gemeinderat habe diese Ansicht geteilt und dem Projekt ebenfalls zugestimmt.
Für die Realisierung müsste womöglich der Kulturtrichter mit der Freilichtbühne dem Schulneubau weichen. Der Haken: Der Trichter wurde teilweise durch bis 2024 zweckgebundene EU-Fördermittel in Höhe von rund 70.000 Euro finanziert. Dieses Geld müsste gegebenenfalls von der Samtgemeinde an die EU zurückgezahlt werden.
Samtgemeinde-Bürgermeister Wolfgang Krause räumte ein, dass die Kosten für die Neubau-Ausgleichsmaßnahmen noch nicht beziffert werden könnten, da erst ein entsprechendes Gutachten erstellt werden müsse. "Sollten wir die hochwertige Waldfläche südlich der Zuwegung zur Schule benötigen, müssten wir als Ausgleich voraussichtlich ein dreimal so großes Waldareal schaffen", erklärte Bauamtsleiter Andreas Ristau auf WOCHENBLATT-Anfrage. In jedem Fall würden die Kosten für den Ausgleich aber über der Rückzahlung an die EU liegen.
Der Schulneubau soll nach derzeitigem Stand 1.650 Quadratmeter umfassen und unter anderem als Lernpark mit Gruppen- und Differenzierungsräumen gestaltet werden. Zwischen dem Neubau und dem 2001 eingeweihten Anbau, in dem sich auch die Turnhalle befindet und der zum Teil renoviert werden soll, ist ein überdachter Übergang angedacht. Der an den Anbau anschließende, in den 1960er Jahren errichtete und heute unter anderem die Aula beherbergende Trakt soll abgerissen werden und einer Mensa weichen. Bestehen bleiben und weiter genutzt werden kann voraussichtlich aufgrund der damals wie heute guten Bausubstanz der Grundschul-Altbau, der 1950 eingeweiht wurde.
Die endgültige Planung für den Grundschul-Neubau soll laut Wolfgang Krause im ersten Quartal 2018 festgelegt werden.