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Schnellere Asylverfahren nötig: Michael Grosse-Brömer informierte sich in Salzhausen über Flüchtlingssituation

Vor der Flüchtlingsunterkunft in Salzhausen: Michael Grosse-Brömer (hi., 3. v. li.), Wolfgang Krause (li. daneben) und Christiane Oertzen mit Asylbewerbern und deren Betreuern (Foto: C. Horend)
ce. Salzhausen. Die Situation der Flüchtlinge stand im Mittelpunkt einer Stipvisite, die CDU-Bundestagsabgeordneter Michael Grosse-Brömer jetzt im Rahmen seiner Sommertour in der Samtgemeinde Salzhausen machte. Begleitet wurde er von CDU-Kreisvorstandsmitglied Christiane Oertzen und dem Ortsverbandsvorsitzenden Eckhard Domnick.
Auf dem Programm stand unter anderem ein Treffen mit Samtgemeindebürgermeister Wolfgang Krause, an dem ebenfalls Erster Kreisrat Kai Uffelmann und Reiner Kaminski, Leiter des Fachbereichs Soziales beim Landkreis Harburg, teilnahmen. Tenor: Die Flüchtlingsproblematik werde noch für eine längere Zeit eine der größten Herausforderungen in Deutschland und damit auch im Landkreis sein. Michael Grosse-Brömer wies darauf hin, dass der Bund die Länder und Kommunen mit über einer Milliarde Euro Soforthilfe unterstützt. Zusätzlich werde das Bundesamt für Migration in diesem Jahr um 1.100 und in 2016 um weitere 1.000 Arbeitsplätze aufgestockt. Dadurch sollten Asylanträge künftig schneller bearbeitet werden können. "Wir müssen uns auf diejenigen konzentrieren, die unsere Hilfe brauchen"", betonte Grosse-Brömer. Wirtschaftsflüchtlinge aus den Westbalkanstaaten, die selbst Mitglied der EU werden wollen, müssten schnell in ihre Heimat zurückgeschickt werden. Außerdem seien die finanziellen Anreize für Asylbewerber aus dem Westbalkan zu minimieren. Wichtig sei zudem Hilfe vor Ort. Nur wenn es in den Herkunftsländern keine Verfolgung mehr gebe, würden die Flüchtlingsströme versiegen.
Grosse-Brömer forderte eine gerechtere Verteilung der ankommenden Flüchtlinge innerhalb der EU und die Einführung verbindlicher Quoten. "Es kann nicht sein, dass weiterhin drei Viertel aller Flüchtlinge von fünf Staaten aufgenommen werden."
Auch Salzhausens Verwaltungschef Wolfgang Krause sprach sich für eine Optimierung der Asylverfahren sowie für eine Sicherstellung der Kostenübernahme durch Land und Bund aus. "Die Kommunen dürfen finanziell nicht mehr in diesem Umfang belastet werden", mahnte Krause.
In der Flüchtlingsunterkunft in Salzhausen erklärte Asylbewerber Salah Fadlallah gegenüber Michael Grosse-Brömer, dass er sich gut betreut und aufgenommen fühle. Sein größter Wunsch sei der baldige Abschluss seines Asylverfahrens. Salah Fadlallah: "Ich möchte hier endlich arbeiten und der Gesellschaft, die mich aufgenommen hat, etwas zurückgeben."