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Zukunft des insolventen Krankenhaus Salzhausen offenbar gesichert: Gläubigerausschuss votiert für Übernahme durch Landkreis Harburg

Soll vom Landkreis Harburg übernommen werden: das insolvente Krankenhaus in Salzhausen (Foto: archiv)
ce. Salzhausen. Die Zukunft des insolventen Krankenhauses Salzhausen scheint gesichert: Der Gläubigerausschuss der Klinik hat sich in seiner Sitzung am Freitag mehrheitlich für das Übernahme-Modell des Landkreises Harburg ausgesprochen und damit gegen den Asklepios-Konzern, der sich auch als Investor beworben hatte. Das teilte Salzhausens Samtgemeindebürgermeister Wolfgang Krause, der an der Versammlung des Ausschusses teilnahm, gegenüber dem WOCHENBLATT mit. Gleichzeitig schloss das Gremium mit dem Kreis einen Geschäftsbesorgungsvertrag. Mit der sofortigen Übernahme der Geschäfte trägt der Landkreis vollständig die Verantwortung für den Krankenhaus-Standort Salzhausen.
Insolvenzverwalter Jan Ockelmann hatte dem Gläubigerausschuss die Übernahme-Vorschläge von Asklepios und vom Landkreis (auf Basis des Kreisausschuss-Beschlusses vom Januar) zur Abstimmung vorgestellt. "Der Landkreis bekam auch deshalb den Zuschlag, weil sein Vorschlag die Übernahme aller 125 Krankenhausmitarbeiter vorsieht", so Krause. "Ich bin sehr froh, dass nach diesen schwierigen Zeiten eine Entscheidung zugunsten der Mitarbeiter getroffen wurde."
Der Kreisausschuss trifft am 25. August die endgültige Entscheidung über das vorgestellte Konzept.
"Der Landkreis Harburg freut sich über die klare Entscheidung des Gläubiger-Ausschusses und bedankt sich für das entgegengebrachte Vertrauen", sagte Kreisrat Dr. Björn Hoppenstedt zu der Entscheidung. Am Montage werde der Kreis mit den Klinik-Mitarbeitern sprechen und "alles daran setzen, eine zukunftsfähige Lösung für den Gesundheitsstandort Salzhausen zu entwickeln und umzusetzen". Die Übernahme sei eine große Chance, die Gesundheitsversorgung für den ganzen Landkreis auszubauen und dauerhaft zu sichern.
Weitere Details - auch zur künftigen stationären Struktur der Klinik - würden in den nächsten Wochen mit dem Krankenhaus, dem Sozialministerium und den Krankenkassen abgestimmt.
- Mehr über die Krankenhaus-Übernahme am Mittwoch in der WOCHENBLATT-Printausgabe