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"Landkreis hat genug Reserven": "Beregnungsverband Harburg" will mehr Grundwasser zur Feldbewirtschaftung fördern

Erörterten die Planungen: Willy Isermann (li.) und Ulrich Peper vom "Beregnungsverband Harburg"
ce. Salzhausen. Der "Beregnungsverband Harburg", eine seit 2011 bestehende Initiative von Landwirten aus dem Landkreis, will - befristet auf 20 Jahre - statt bisher neun Millionen Kubikmeter Grundwasser künftig 10,5 Millionen Kubikmeter Wasser zur Feldberegnung in der Region fördern. Im Rahmen der frühen Öffentlichkeitsbeteiligung informierten jetzt Verbandsvorsitzender Willy Isermann und Geschäftsführer Ulrich Peper auf einer Pressekonferenz in Salzhausen über den Antrag.
Dem Beregnungsverband gehören derzeit 214 Mitglieder an, bei denen es sich überwiegend um landwirtschaftliche Beregnungsbetriebe handelt. Sie bewässern zusammen rund 12.600 Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche im Landkreis Harburg, was einem Anteil von 34 Prozent der hiesigen Ackerfläche entspricht. "Die Beregnung dient der Ertragssicherung bei der Ernte, der Qualitätssicherung beispielsweise von Kartoffeln und Gemüse auch bei Trockenphasen sowie dem Umweltschutz, da im Boden befindliche Nährstoffe wasserlöslich sind und von den Pflanzen nur im feuchten Medium aufgenommen werden können", erklärte Willy Isermann. Im Landkreis gebe es derzeit etwa 440 Brunnen zur Entnahme von Beregnungswasser, 50 weitere seien geplant. "Der Landkreis verfügt über ausreichend Grundwasserreserven für noch größere Fördermengen", so Isermann.
"Bei der jetzt gestarteten, gesetzlich geregelten Öffentlichkeitsbeteiligung sollen alle Interessierten die Gelegenheit bekommen, Anregungen und Bedenken zu den Plänen des Verbandes zu äußern", erklärte Ulrich Peper. Aufgrund eines in Kürze anstehenden Erörterungstermines bittet der Verband darum, ihm die Stellungnahmen zeitnah per E-Mail unter info@beregnungsverband-harburg.de zuzuschicken.
Die Eingaben werden laut Peper verbandsintern unter Einbeziehung eines beauftragten Ingenieurbüros ausgewertet. Das Ergebnis des Beteligungsverfahrens wird der Öffentlichkeit mitgeteilt und im weiteren Prozess berücksichtigt. Die endgültige Entscheidung über die Zulassung des Antrages trifft der Landkreis.
Der Beregnungsverband gab unter anderem die Erstellung eines Grundwasserströmungsmodells und eines hydrogeologischen Gutachtens bei einem Ingenieurbüro in Auftrag. Damit sollen die Auswirkungen einer erhöhten Grundwasserentnahme ermittelt werden. "Ein Ergebnis liegt noch nicht vor. Wir sind aber zuversichtlich, dass die Resultate unser Vorhaben unterstützen", so Ulrich Peper. "Unser Ziel ist es, im Frühjahr 2017 die Erlaubnis zu erhalten."
- Infos unter www.beregungsverband-harburg.de.