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Mini-Injektion statt Großbaustelle

Der Fußboden ist wieder "aufgerichtet": Hausbesitzerin Ilse Timm und Uretek-Bauleiter Walter Frick freuen sich über das gute Arbeitsergebnis
ce. Salzhausen. Der Albtraum eines jeden Besitzers altehrwürdiger Gebäude: Durch jahrelange äußere Erschütterungen sackt der Fußboden ab. Bei der Reparatur wird das Haus zur Großbaustelle inklusive jeder Menge Dreck. Ilse Timm aus Salzhausen (Kreis Harburg) erlebte, dass es auch anders geht. Ihr gehört im Heideort ein rund 100 Jahre altes Haus, in dem der Boden langsam wegzubrechen drohte. Verhindert hat dies ein Bauunternehmen aus Süddeutschland mit einem speziellen Injektionsverfahren, dass sowohl Häuser als auch die Nerven und Geldbeutel der Eigentümer schont.
"Das denkmalgeschützte Haus liegt an einer von Lkw stark befahrenen Durchgangsstraße. Durch den Verkehr ist der Sand, auf dem das Haus errichtet wurde, immer stärker in Bewegung geraten. Daraufhin sackte der Terrazzoboden über die Jahre an manchen Stellen um bis zu vier Zentimeter ab", schildert Ilse Timm die Ausgangslage.
Im Internet erfuhr sie von der Firma Uretek, einem auf Baugrundverstärkung und Fußbodensanierung spezialisierten Unternehmen mit Hauptsitz in Mülheim an der Ruhr. Uretek hat deutschlandweit die einzige Lizenz für die sogenannte "Deepinjection-Methode", die auch in Salzhausen zum Einsatz kam. Dabei wurden zunächst Löcher mit einem Durchmesser von 14 Millimetern vom Keller aus durch die Fundamentsohle und vom Erdgeschoss aus durch die Terrazzo-Bodenplatte gebohrt. In die Löcher führte die Uretek-Crew Injektionslanzen ein, durch die mittels einer Injektionspistole wie Bauschaum beschaffener Expansionsharz "geschossen" wurde. Dieser dehnte sich sekundenschnell aus und wurde binnen weniger Minuten fest. Der Fußboden wurde so stabilisiert, auf die ursprüngliche Höhe angehoben und sah wieder aus wie neu. "Er ist schon jetzt wieder komplett belastbar und sollte noch viele Jahrzehnte unbeschadet überstehen", war Bauleiter Walter Frick nach der nur zweistündigen Instandsetzung hochzufrieden mit dem Ergebnis.
Auch Ilse Timm freute sich: "Ich bin sehr erleichtert, dass Hausbewohner und Cafégäste nun ganz ohne Baustellen-Chaos und aufwendige Aufreiß-Arbeiten hier wieder festen Boden unter den Füßen haben."