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Brandursache weiter unklar: Spurensuche im abgebrannten Josthof geht weiter

Berge von Schutt - vielmehr ist vom Haupthaus des historischen Josthofes nicht übrig geblieben (Foto: ce)
thl. Salzhausen. Auch eine Woche nach dem verheerenden Feuer, das den Josthof in Salzhausen zerstörte, ist die Brandursache weiter unklar. "Unsere Ermittler suchen zusammen mit Sachverständigen weiter in den Trümmern, haben aber bisher noch nichts gefunden", so Polizeisprecher Jan Krüger auf WOCHENBLATT-Nachfrage. "Es handelt sich um ein sehr großes Objekt, das durch den Brand und die Löscharbeiten natürlich massiv beschädigt wurde, sodass es sehr schwierig wird, Spuren zu finden."
Wie berichtet, war das ehemals beliebte Hotel und Ausflugslokal, das seit Anfang April geschlossen war, in der Nacht zum vergangenen Freitag bis auf die Grundmauern niedergebrannt.
Im August 2015 hatte der ursprüngliche Eigentümer Insolvenz angemeldet. Ein Nachfolger übernahm den Betrieb samt Mitarbeiter und hätte jetzt eine Kaufoption ziehen können. Das scheiterte nach WOCHENBLATT-Informationen aber daran, dass der Gastronom keine Kredite bekam und deswegen den Betrieb vor rund vier Wochen kurzfristig einstellte. Es habe aber zwei neue Interessenten gegeben, die das Landhotel mit Restaurantbetrieb gerne weitergeführt hätten. Mit beiden sei man bereits im Gespräch gewesen, so Insolvenzverwalter Dr. Moritz Sponagel aus Hamburg. Wie es weitergehe, sei unklar. Zuerst müsse der Restwert des aus mehreren Gebäuden bestehenden Objektes berechnet werden.
Unterdessen hat die Feuerwehr einen Brief verfasst, in dem sie sich vor allem bei den Bürgern bedankt, die sich bereit erklärten, die rund 200 Brandschützer während des stundenlangen Einsatzes zu verpflegen. "Elisabeth Mestmacher, die die Organisation der zivilen Helfer übernahm und der Edeka-Markt Düver, der uns schon bei vielen Einsätzen mit Getränken und Snacks versorgte", so Ortsbrandmeister Stephan Boenert. Ein weiterer Dank gehe an das Kieswerk Lütchens, das einen Bagger zur Verfügung stellte, damit die Trümmer auf der Suche nach Brandnestern auseinander gezogen werden konnten, sowie an die Arbeitgeber der freiwilligen Brandschützer, die auf ihre Mitarbeiter verzichteten. Boenert: "All das trug am Ende dazu bei, dass wir zumindest zwei der historischen Gebäude retten konnten."