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Fußgänger wurde in Ohlendorf von Auto angefahren

ce. Ohlendorf. Verkehrsunfall oder versuchter Totschlag? Vor dieser Frage stand die Polizei bei den Ermittlungen zu einem Unfall, der sich am Samstag gegen 20.45 Uhr in Ohlendorf ereignete. Ein Fußgänger (18) war dort auf der Brackeler Straße rund 50 Meter vor dem Ortseingang entfernt unterwegs. Der Mann ging ordnungsgemäß am linken Fahrbahnrand, trug eine neonfarbene Signaljacke und eine Mütze mit Reflektoren, weshalb er laut Zeugenangaben auch aus großer Entfernung gut sichtbar war. Ein Passat-Fahrer (35) kam dem Mann entgegen und erfasste den Fußgänger, wobei dieser eine leichte Kopfverletzung erlitt. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht. Der Autofahrer hielt laut Polizei nur kurz an und versuchte dann, vom Unfallort zu fliehen, was beherzte Zeugen verhinderten.
Beim Unfallverursacher wurden 2,84 Promille festgestellt. Neben der Einleitung eines Strafverfahrens wegen Gefährdung des Straßenverkehrs infolge Trunkenheit wird gegen den Mann auch wegen Verdacht des versuchten Totschlags ermittelt. Zeugen sagten aus, der Beschultigte habe eine deutliche Fahrbewegung in Richtung des Fußgängers gemacht, obwohl dieser bereits lange vorher mit ausreichendem Sicherheitsabstand die Straße verlassen habe. Weitere Ermittlungen haben diesen Verdacht zwischenzeitlich nicht erhärtet.
Die Staatsanwaltschaft sah daher von einer zunächst angestrebten
Vorführung des Beschuldigten vor dem Haftrichter ab, da kein Haftgrund besteht. Der Beschuldigte wurde zunächst entlassen. Die übrigen strafrechtlichen Vorwürfe bleiben jedoch bestehen.