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St. Pauli-Becherwerfer wieder vor Gericht

thl. Hamburg. Freispruch oder Ruin? Um diese Frage geht es vor dem Hamburger Landgericht im Berufungsprozess um den legendären Bierbecher-Wurf beim Fußballspiel FC St. Pauli gegen Schalke 04 am Millerntor.
Ein heute 46-jähriger Familienvater aus Seevetal soll den Becher im April 2011 dem damaligen Schiedsrichter-Assistenten an den Kopf geworfen haben. Das wertete die Staatsanwaltschaft als gefährliche Körperverletzung und klagte den Mann an. Dieser wurde in erster Instanz zu 12.000 Euro Geldstrafe auf Bewährung verurteilt. Sein Problem: Weil das Spiel nach dem Wurf abgebrochen wurde und St. Pauli vom DFB eine Strafe aufgebrummt bekam, macht der Verein rund 400.000 Euro Schadensersatz gegen den Seevetaler geltend. Wird der 46-Jährige auch im Berufungsverfahren verurteilt, droht ihm der Ruin. Deswegen hofft er auf Freispruch, hat sich aber bisher zum Vorwurf nicht eingelassen.
Der Prozess wird am kommenden Montag, 23. Juni, fortgesetzt.