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"Superheld" war gar nicht nett

thl. Harmstorf. Das ist ja ein feiner Superheld. Verkleidet mit einem "Hulk"-Kostüm lief ein Hittfelder (21) am Sonntagmorgen gegen 5.25 Uhr wild gestikulierend in Harmstorf über die Hauptstraße und versuchte, vorbeifahrende Fahrzeuge zu stoppen. Ein zufällig vorbeikommender Streifenwagen blockierte die Straße. Der "Hulk" schilderte den Beamten in gebrochenem Englisch einen mutmaßlichen Messerangriff. Im Rahmen der weiteren Befragung stellte sich allerdings heraus, dass der 21-Jährige in seinem Alkoholrausch (zwei Promille) die Geschichte frei erfunden hatte.
Weil der junge Mann erneut auf die Fahrbahn lief, nahmen ihn die Ordnungshüter in Gewahrsam. Schon auf dem Weg zur Wache beleidigte der Trunkenbold die beiden Polizisten auf übelste Art und Weise. Als er rund eine Stunde später von seiner Mutter auf der Wache abgeholt wurde, rastete der Mann völlig aus und streckte einen Beamten mit Tritten und Schlägen nieder. Erst nachdem er eine Weile fixiert worden war, beruhigte sich der vermeintliche Superheld wieder. Er verließ daraufhin zusammen mit seiner Mutter die Wache, jedoch nicht, ohne die Beamten noch einmal pauschal zu beleidigen.
Auf den Hittfelder kommt jetzt eine ganze Reihe an Strafverfahren zu - wegen Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung und Vortäuschens einer Straftat.