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Tierquäler ein Serientäter?

Trakehner Paulchen hatte eine tiefe Schnittwunde am Hals. Geblieben ist eine Narbe (Foto: oh)

Furchtbarer Verdacht: Schlug der Täter, der Stute Snowy Cash verletzte, schon einmal in Seevetal zu?

kb. Seevetal-Horst. Die gute Nachricht vorweg: Stute Snowy Cash, die in der Nacht zum vergangenen Montag vermutlich von einem Tierquäler schwer im Genitalbereich verletzt wurde (das WOCHENBLATT berichtete), geht es etwas besser. "Aber man merkt noch immer, dass sie sehr verängstigt ist", erzählt Besitzerin Katrin Hansen. Ein anderer Umstand dürfte die Pferdehalter in der Region jedoch beunruhigen: So wie es aussieht, könnte der Täter, der Snowy Cash so schwer verletzt hat, im Dezember vergangenen Jahres bereits schon einmal zugeschlagen haben. Diesen Verdacht äußert Pferdehalterin Sabine Krusckau. Ihr 6-jähriger Wallach Paulchen steht auf einer Weide bei Horst (Gemeinde Seevetal), die in direkter Nachbarschaft zu der von Katrin Hansen liegt.
"Am 8. Dezember kam ich früh morgens mit meinen Hunden zur Weide. Ich sah sofort, dass Paulchen direkt neben der Halsvene verletzt war und stark blutete", erzählt Sabine Krusckau. Sie dachte zunächst an eine Bisswunde. "Aber die Tierärztin sagte gleich, dass das kein Biss ist", so die Pferdehalterin. Genau neben der Halsvene des Trakehners klaffte eine tiefe Schnittwunde, darunter war ein Stichkanal zu erkennen, auch die Vene war verletzt. "Aber auf die Idee, dass jemand Paulchen absichtlich verletzt hat, bin ich damals gar nicht gekommen", so Sabine Krusckau. "Ich habe stattdessen fieberhaft überlegt, ob sich das Pferd irgendwo am Zaun verletzt haben könnte." Erst als sie jetzt die Geschichte von Snowy Cash las, kam ihr der furchtbare Verdacht. "Der Gedanke, dass hier jemand rumschleicht und die Pferde aufschlitzt, macht einem wirklich Angst", so Sabine Krusckau. Sie verständigte umgehend die Polizei, die jetzt auch in diesem Fall ermittelt.
Um Täter abzuschrecken, wollen die Pferdehalter in Horst ihre Weiden jetzt mit Bewegungsmeldern und Kameras ausstatten. "Außerdem sind wir regelmäßig vor Ort und gucken, ob alles in Ordnung ist", erzählt Sabine Krusckau. Hinweise zu den Taten werden weiterhin unter Tel. 04105 - 620126 bei der Polizei Hittfeld erbeten.
• Pferdehalter aus der Region dürften sich bei dieser Geschichte an den schrecklichen Fall aus dem Landkreis Stade erinnern. Im Oktober vergangenen Jahres hatte dort ein unbekannter Täter vier Stuten auf Weiden in Lamstedt, Oldendorf und Großenwörden im Genitalbereich schwer verletzt. Zwei der Tiere konnten nicht gerettet werden. Der Täter wurde, wie auch im Fall des so genannten Pferderippers, der zwischen 1993 und 2003 über 100 Tiere in Norddeutschland tötete, nie ermittelt.