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Vater wollte sein eigenes Kind entführen

thl. Meckelfeld. Ein klärendes Gespräch zwischen getrennt lebenden Eltern eines zehn Monate alten Jungen eskalierte am Freitagmorgen und sorgte für einen Großeinsatz der Polizei.
Gegen 6 Uhr meldete sich eine 26-jährige Frau bei der Polizei. Die gebürtige Afghanin, die mittlerweile in den Niederlanden lebt, hatte sich mit dem Vater des gemeinsamen Kindes, einem 33-jährigen Afghanen aus Hamburg, in Meckelfeld getroffen, um mit ihm über die Zukunft zu sprechen. Das Gespräch eskalierte jedoch. Der Mann schlug seine Frau nieder und entriss ihr das Baby. Mit dem
Kleinkind setzte er sich in einen Pkw und fuhr in unbekannte Richtung davon.
Während die verletzte Frau in ein Krankenhaus kam, leitete die Polizei umfangreiche Maßnahmen ein, um den Aufenthaltsort des Kindes zu ermitteln und es aus dem Einflussbereich des Vaters zu bringen. Neben mehren Anschriften im Raum Hamburg wurden auch Spuren in Richtung Sachsen verfolgt. Spezialkräfte aus Hannover, Hamburg sowie die Verhandlungsgruppe der Polizeidirektion Lüneburg waren im Einsatz.
Gegen 13 Uhr verdichteten sich die Hinweise darauf, dass sich der Vater mit dem gemeinsamen Kind in einer Wohnung im nördlichen Hamburg aufhält und plant, mit dem Jungen ins Ausland zu reisen. Als der Mann wenig später die Wohnung mit dem Kind verlassen wollte, griffen die Spezialkräfte zu. Der 33-Jährige wurde widerstandslos festgenommen, das Kind blieb unversehrt und konnte der Mutter wieder übergeben werden.
Gegen den Vater wird wegen des Verdachts der Entziehung Minderjähriger ermittelt.