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Verhandlung wegen Messerattacke: 20-jähriger Algerier steht vor Gericht

kb. Lüneburg/Winsen. Vor dem Landgericht Lüneburg hat jetzt der Prozess wegen versuchten Totschlags gegen einen 20-jährigen Algerier begonnen. Dem Mann wird vorgeworfen, in den frühen Morgenstunden des 24. Februar einen Bekannten nach einer verbalen Auseinandersetzung mitten auf dem Schlossplatz in Winsen mit einem Messer angegriffen zu haben. Dem Opfer sei es gelungen, die Stiche abzuwehren und die Hand des mutmaßlichen Täters zu ergreifen, woraufhin dieser das Messer zu Boden fallen gelassen habe. Zeugen riefen die Polizei.
Vor Gericht gab der Angeklagte an, in den Stunden vor der Tat viel Alkohol konsumiert zu haben. An die Tat selbst könne er sich nicht erinnern. Dem widerspricht seine eigene Aussage in einer polizeilichen Vernehmung am Tag nach dem Vorfall. Darin hatte der 20-Jährige laut Aktenlage gestanden, eine zustechende Bewegung gemacht zu haben. Auch am erheblichen Alkoholkonsum des mutmaßlichen Täters gibt es Zweifel. Eine Blutabnahme kurz nach der Festnahme ergab einen Wert von lediglich 0,46 Promille.
Mehr Klarheit könnte der nächste Verhandlungstag am Montag, 11. Juli, geben. Dann tritt der Geschädigte in den Zeugenstand.