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"3 Musketiere": Musical-Premiere begeisterte Zuschauer

Tobias Siems als verschlagener, intriganter Kardinal Richelieu (re.) sowie Ute von Harten und Jonas Riege als Königspaar hinterließen bleibenden Eindruck (Foto: VillonDesign/The Musical Company)
 
Nicht zuletzt die tollen Kostüme machen die Inszenierungen zu etwas Besonderem (Foto: VillonDesign/The Musical Company)
kb/nw. Seevetal. Nicht nur auf Grund des großen Publikumsandranges war jeder Quadratzentimeter des Helbach-Hauses in Meckelfeld belegt: Für die Premiere des Musicasl "3 Musketiere" am vergangenen Samstag wartete "The Musical Company" der Musikschule Seevetal e.V. mit einer beeindruckenden Bühne auf fünf verschiedenen Ebenen, rund 120 aktiven Beteiligten vor, hinter und auf der Bühne sowie einer dreistündigen Show der Superlative auf. Standing Ovations krönten den Abend.

Schon vom ersten Ton an wurde das Publikum mitgenommen in eine handfeste Mantel-und-Degen-Geschichte auf der Grundlage des berühmten Romans „Die 3 Musketiere“ des französischen Autors Alexandre Dumas. Der junge Held D´Artagnan (stimmstark und spielfreudig interpretiert durch Duc René van Nguyen) lässt sein Zuhause hinter sich, um in Paris seinen Traum wahr werden zu lassen wie sein Vater Musketier des Königs zu werden. In politische Verstrickungen stolpernd kann er durch Mut und größtenteils Übermut der Königin einen wichtigen Staatsdienst erweisen und wird schließlich durch den König zum Musketier ernannt.

Neben dem insgesamt hohen Niveau des Bühnenensembles taten sich Ute von Harten als um Stärke wie die Liebe ihres Mannes ringende Königin sowie der verschlagene, intrigante Kardinal Richelieu (Tobias Siems) besonders hervor. Alle Lacher wie aber auch Sympathien hatten die glorreichen 3 Musketiere Aramis (Frederik von Harten), dem konstant essenden Porthos (kongenial interpretiert durch Nils Togert) und Athos (Xung Pascal van Nguyen, einem handfesten Rocktenor) auf ihrer Seite. Ihnen durch die Geschichte zu folgen, machten die über drei Stunden Premierenabend äußerst kurzweilig.

Das lag nicht zuletzt an der modernen, klaren Inszenierung durch Antje Schlaich, die mit dieser Regiearbeit ihr Debüt bei "The Musical Company" gab. Durch ihren Mut zum leeren Raum wirkten die Bühnenbildversatzstücke wie die beinah drei Meter Durchmesser fassende Replique des berühmten Rundfensters aus Notre Dame de Paris, das von Lilli C. Pape humoresk interpretierte Pappmaché-Pferd oder auch der Turm von dem sich die enttäuschte Milady de Winter (schauspielerisch stark durch Heidi Oberlach dargestellt) noch stärker. Wieder einmal hat Jürgen Huckauf (Bühnenbildner) sich selbst übertroffen.

Das achtköpfige Tanzensemble unter der Leitung von Gesamtchoreographin Kathi Lausberg-Pielhau beeindruckte mit ausdrucksstarken Darbietungen, die den Zuschauern u.a. die Qualen des Kardinals Richelieu eindrucksvoll vor Augen führten.

Durch den Abend trugen auch der Chor und das Orchester unter der musikalischen Leitung von Pascal F. Skuppe. 30 Chorsingende und 20 Instrumentalisten musizierten virtuos und von idyllisch-weich bis klanggewaltig eine der größten und umfassendsten Partituren des Musicalrepertoires.


Neugierig geworden? Letzte Karten u.a. für die Zusatzshow am 16. September um 15 Uhr gibt es unter http://www.themusicalcompany.de . Das Ensemble spielt insgesamt noch sieben Shows bis zum 23. September.