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Abschied nach zehn Jahren: Pastor Bernd Abesser verlässt Meckelfeld

Pastor Bernd Abesser hält am Sonntag seinen Abschiedsgottesdienst (Foto: Wöhling)
kb. Meckelfeld. „Das Leben wird vorwärts gelebt“, sagt Pastor Bernd Abesser aus Meckelfeld. Diesen positiven Blick in die Zukunft wünscht er auch den Meckelfeldern: „Dass sie die Schönheit des Glaubens entdecken und erkennen, dass sich Kirche verändert und dass das gut ist“, so Abesser. Der 63-jährige Pastor war fast zehn Jahre Pastor in Meckelfeld und geht jetzt in den Ruhestand. Er wird am Sonntag, 2. Juli, um 10.30 Uhr im Gottesdienst der Sommerkirche in der Meckelfelder Kirche verabschiedet. Anschließend sind alle Besucher zum Empfang geladen. „Es war eine schöne Zeit in Meckelfeld, die Menschen sind mir mit so viel Vertrauen und Offenheit begegnet, dafür bin ich sehr dankbar“, so Abesser.
Den Verabschiedungs-Gottesdienst halten Pastor Bernd Abesser und Pastor Peter M. Schwarz gemeinsam: „Wir hatten ein tolles kollegiales Verhältnis, von gegenseitigem Vertrauen und Loyalität geprägt. Wir haben unsere Unterschiedlichkeit als Ergänzung begriffen, das war vielleicht ein Glücksfall für Meckelfeld“, sagt Abesser. Musikalisch lagen sie auf einer Wellenlänge und sorgten mit Schlagern, Folk oder Volksliedern als „Zwo Pastöre“ nicht nur beim zünftigen Reformationsabend mit Bier und Schmalzbroten für gute Stimmung. „Mit Bernd Abesser hatte ich einen echten Teamplayer, ich hatte immer das Gefühl, wir stehen füreinander ein und sind aus Pflicht und Freude im Pfarramt“, sagt Schwarz.
Viele erfolgreiche Projekte hat Abesser in Meckelfeld ins Leben gerufen: Mit Daniel Kiwitt konzipierte er den Meckelfelder Adventskalender, der in diesem Jahr zum zehnten Mal aufgelegt wird und in jedem Jahr schnell vergriffen ist. Mit Barbara Derboven gründete er den FilmKlub, dessen Fangemeinde sich regelmäßig zu guten Filmen im Familienzentrum trifft. Mit Brigitte Sonnenberger stellte er die Öffentlichkeitsarbeit und die Homepage erfolgreich neu auf. Im Team mit Bettina von Gierke und Elke Hankotius stellte er den Gemeindebrief zusammen, und mit Elke Koppermann gründete er die „Kaffee-Zeit.
Sein Lieblingsspruch aus der Bibel wird Thema des Abschiedsgottesdienstes sein: „Wer die Hand an den Pflug legt und schaut zurück, ist nicht geschickt für das Reich Gottes.“ „Unsere Kirche und unsere Gemeinden stehen vor großen Herausforderungen“, sagt Abesser. „Wir spüren, wie alte Selbstverständlichkeiten sich auflösen. Es nützt nichts, Traditionen zu beschwören, die ihre Kraft längst verloren haben. Das gilt übrigens nicht nur für die Kirchengemeinde.“
Zukünftig werden Bernd Abesser und seine Frau Dr. Bärbel Husmann in Hannover wohnen, dort leben Familie und Freunde. „Ich werde wieder Saxophon spielen, im Garten Kräuter und Gemüse anpflanzen, im Kochen noch besser werden und mit meiner Frau verreisen“, sagt Abesser. Aber er weiß auch, was er vermissen wird: „Die großen Festgottesdienste mit den Chören, die Konfirmandenfreizeiten an der Schlei, aber auch die wohltuende Erschöpfung nach zweistündigem Rasenmähen im Pfarrgarten“, schmunzelt Abesser. Sein Nachfolger wird Pastor Henning Seifert, der im Herbst nach Meckelfeld kommt.