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Aufruhr wegen Baustellenpläne - Ab Montag ist die K1 zwischen Over und Wuhlenburgvoll gesperrt

Hinweisschilder weisen auf die bevorstehende Vollsperrung hin
thl. Stelle/Seevetal. Die Anwohner der Dörfer Wuhlenburg (Gemeinde Stelle) und Over (Gemeinde Seevetal) sind auf Zinne. Grund: Am kommenden Montag, 5. Mai, soll die Kreisstraße 1, die in beiden Dörfern die Ortsdurchfahrt bildet, wegen Asphaltierungsarbeiten für zehn (!) Wochen - bis voraussichtlich 12. Juli - voll gesperrt werden.
"Das ist für uns völlig unverständlich", sagt Claus Petersen aus Wuhlenburg, Sprecher der eiligst ins Leben gerufenen "Bürgerinitiative gegen eine Vollsperrung der K1". "Seit sechs Jahren werden die Bürger von den Baumaßnahmen auf der Kreisstraße und deren schlechten Management traktiert." Man frage sich, ob der Landkreis als verantwortliche Straßenbaubehörde überhaupt die Verhältnismäßigkeit abgewogen habe. "Die Dörfer am Elbdeich liegen alle ganz dicht beisammen. Viele Kinder besuchen in den Nachbardörfern die Schulen oder Kindergärten und trainieren in den dortigen Sportvereinen", sagt Petersen. "Allein meine Kinder müssen mehrmals pro Woche zum Sport und Schwimmen nach Over." Dieses sei bei einer Vollsperrung kaum noch möglich.
Der Landkreis hat nach eigenen Angaben aber keine andere Möglichkeit. "Eine Ampelschaltung ist nicht machbar, weil die Straße zu schmal ist, um die Sicherheit der Bauarbeiter zu gewährleisten", sagt Sprecher Bernhard Frosdorfer. Bei der letzten halbseitigen Sperrung in dem Bereich sei es mehrmals zu Beinahe-Unfällen gekommen.
"Anlieger können ihre Grundstücke auch während der Bauphase erreichen, Rettungskräfte im Einsatz die Baustelle durchfahren", so Frosdorfer. Auch Fußgänger und Radfahrer könnten die Baustelle problemlos auf dem bereits fertiggestellten Radweg passieren. Änderungen gibt es allerdings beim Busverkehr. Die Linien 149 und 4663 verkehren nur noch von Winsen aus kommend bis zur Haltestelle "Wuhlenburg-Schleuse" und von Hamburg aus kommend bis zur Haltestelle "Bäckerstraße" in Over. Das hat natürlich auch Auswirkungen auf die Schülerbeförderung. "Die Schüler, die im Baustellenbereich wohnen, müssen zu einer der Endhaltestellen zu Fuß laufen", sagt Frosdorfer. Gleiches gelte natürlich auch für die Pendler. Für diese werden ab Montag aber zwei zusätzliche Busse eingesetzt. Um 5.30 Uhr fährt ein Bus von "Wuhlenburg-Schleuse" nach Winsen. In der Gegenrichtung wird das Abendangebot um eine zusätzliche Fahrt um 20.25 Uhr ab Winsen Bahnhof erweitert.