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Austausch-Projekt: Kolumbianische Schüler entdecken von Seevetal aus den Norden

Der Austausch war für Kinder, Betreuer und Lehrer ein tolles Erlebnis
kb. Seevetal. "Es ist sehr sehr kalt. Und sehr windig." Das bsilang eher mäßige Sommerwetter in Deutschland war für die 28 Schüler aus Cali, der drittgrößten Stadt Kolumbiens, die jetzt für drei Wochen in Seevetal zu Besuch waren, eher gewöhnungsbedürftig - ansonsten hatten sie riesigen Spaß. Die Zehn- bis Zwölfjährigen waren im Sunderhof bei Hittfeld untergebracht. Von dort aus entdeckten sie gemeinsam mit ihren Lehrern und Betreuern die Region und lernten Deutsch. Organisiert hatte den Austausch die gemeinnützige Organisation Aubiko e.V. aus Hamburg. Der Verein engagiert sich für Bildung und Völkerverständigung.
Hamburg, Buxtehude, das Wattenmeer bei Cuxhaven, Lüneburg - die Liste der Ausflüge der Schüler, die in Kolumbien eine deutschsprachige Schule besuchen, ist lang. Ebenso lang ist die Liste der Dinge, die ihnen besonders gut gefallen haben: Vom Hamburger Hafen und den alten Häusern in der Speicherstadt über die Elbe und Hagenbecks Tierpark bis hin zu Buxtehudes Hase und Igel und einer Kanu-Ausflug auf dem Ostebekkanal.
Seit dem Kindergarten lernen die Schüler der deutschen Auslandsschule in Cali Deutsch. Ziemlich kompliziert finden sie die Sprache dennoch. "Die Artikel, die Zeiten und die Aussprache sind schwierig", erzählen die Kinder. Und noch etwas macht den Kinder aus Kolumbien zu schaffen: das Wetter. In Cali herrschen im Jahresdurchschnitt knapp 27 Grad, Jahreszeiten gibt es nicht. An den Wochenenden zieht es die Kinder deshalb häufig bis Mitternacht zum Spielen nach draußen. Die frühen Zubettgehzeiten, die für viele deutsche Kinder gelten, finden Emilio, Juan, Sara und ihre Mitschüler deshalb ganz schön streng.
Undenkbar hierzulande, in Kolumbien aber üblich: Schon Kinder trinken Kaffee. Deutlich strenger geht es im südamerikanischen Heimatland der Schüler allerdings beim Thema Rauchen zu. Das ist ziemlich verpönt. "In Deutschland gibt es viele Raucher", finden sie. Neu für die Kinder ist auch das Zugfahren. "Bei uns gibt es keine Bahn", erzählt einer der Jungs.
Am heutigen Samstag starten die kolumbianischen Kinder in Richtung Berlin. Bevor es zurück in ihre Heimat geht, werden die Schüler die deutsche Hauptstadt erkunden. Für alle steht fest: "Wir wollen wieder kommen." In der zehnten Klasse haben sie erneut die Chance auf einen Austausch, dann kommen sie für mehrere Monate zurück in den Norden, leben in Gastfamilien und gehen auch hier zur Schule.
• Infos zu Aubiko e.V. unter http://www.aubiko.de .