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"Beeindruckende Dimensionen": Westumfahrung Hittfeld für den Verkehr freigegeben

Am Donnerstag gaben (v. li.) Dr. Tilmann Quensell (Dörner), Anette Randt (stv. Landrätin), Kreisrat Dr. Björn Hoppenstedt, Gemeindebürgermeisterin Martina Oertzen, Dr. Christoph Wilk (Nds. Verkehrsministerium) und Annette Padberg (Landesstraßenbaubehörde) die Westumfahrung Hittfeld frei
kb. Hittfeld. "Man könnte sagen, der Himmel weint vor Freude", scherzte Seevetals Bürgermeisterin Martina Oertzen am Donnerstag beim etwas verregneten aber gut besuchten Festakt zur Freigabe der Westumfahrung Hittfeld (K39 neu). Gemeinsam mit der Südspange und der Kiestrasse des Unternehmens Otto Dörner entlastet die Umgehungsstraße die Hittfelder Ortsdurchfahrt künftig täglich um 20 Prozent des Gesamt- und 30 Prozent des Schwerlastverkehrs. "Das sind beeindruckende Dimensionen", so Kreisrat Dr. Björn Hoppenstedt.
Innerhalb eines knappen Jahres wurde die 1,2 Kilometer lange und 7,50 Meter breite Westumfahrung samt Radweg und Kreisverkehr fertiggestellt. Die geplante Bauzeit wurde damit leicht unterschritten. Insgesamt wurden bei den Bauarbeiten 83.500 Kubikmeter Boden bewegt. "Damit könnte man über 3.100 dreiachsige Sattelzüge füllen", so Hoppenstedt. Verbaut wurden außerdem 21.700 Quadratmeter Asphalt, Betonpflaster und Bordsteine - das entspricht einer Fläche von drei Fußballfeldern.
Seevetals Bürgermeisterin Martina Oertzen warf noch einmal einen Rückblick auf die lange Vorgeschichte der Umgehungsstraße, über die man bereits vor 35 Jahren im Rahmen des Flächennutzungsplanes gesprochen habe. 2008 sei eine Vereinbarung zwischen dem Landkreis und der Gemeinde über den Bau der Straße geschlossen worden. "Aber nur durch die Bereitschaft der Firma Dörner, eine Kiestrasse zu bauen, konnte ein nachhaltiges Konzept für die Bürger von Hittfeld, Eddelsen und Waldesruh umgesetzt werden", so Oertzen, die sich bei der Dörner-Geschäftsführung dafür bedankte, dass das Unternehmen bereit war, 600.000 Euro in die neue 1,5 Kilometer lange Kiestrasse zu investieren.
Die Gesamtkosten für den Bau der Westumfahrung belaufen sich auf knapp 4,9 Millionen Euro. Bis zu 60 Prozent der Summe wird durch Fördergelder des Landes bestritten, 40 Prozent trägt die Gemeinde Seevetal. Der Kreis beteiligt sich nicht an den Kosten für den Bau, übernimmt aber künftig die Unterhaltung der Straße. "Man könnte sagen, dass sie heute eine nigelnagelneue geschenkt bekommen", so Oertzen in Richtung der Kreisverwaltung.
Obwohl der Verkehr jetzt rollt - ganz fertig ist die Westumfahrung noch nicht. Im kommenden Frühjahr werden die straßenbegleitenden Pflanzungen durchgeführt. Auf rund 1,4 Hektar entlang der Böschungsflächen werden Sträucher gepflanzt, auf weiteren 3,2 Hektar entstehen Gehölzflächen und naturbelassene Feuchtwiesen. Außerdem werden 73 Einzelbäume als Lebensraum für Fledermäuse gepflanzt, weitere 31 Bäume werden die Westumfahrung säumen und der Straße einen Alleecharakter verleihen.