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Beim Tanzen traf Amors Pfeil: Edith und Karl-Heinz Dobbertin feiern diamantene Hochzeit

Seit 66 Jahren ein Paar, seit 60 Jahren verheiratet: Edith und Karl-Heinz Dobbertin
kb. Maschen. Beim Tanzen hat es 1948 gefunkt, am Donnerstag, 27. März, feiern Edith (83) und Karl-Heinz Dobbertin (84) aus Maschen nach 60 Jahren Ehe diamantene Hochzeit. Ein Geheimrezept so lange glücklich zu bleiben, haben beide nicht. "Wir sind gemeinsam durch schwere Zeiten gegangen, das schweißt sicher zusammen", so Karl-Heinz Dobbertin. "Und wir haben beide Humor, sind gesellig und singen gern", ergänzt seine Frau.
Das Paar lernte sich 1948 in Wismar kennen. Die damals 16-jährige Edith war aus dem Sudetenland ausgesiedelt worden, ihr Zukünftiger hatte Hamburg verlassen müssen, weil die Familie ausgebombt worden war. Als Edith Dobbertin ihren Karl-Heinz zum ersten Mal sah, war es gleich um sie geschehen. "Es war Liebe auf den ersten Blick", erzählt die Seniorin. "Er sah wirklich gut aus - groß, blond und schlank", erinnert sie sich. Und auch Karl-Heinz Dobbertin fand großen Gefallen an der hübschen jungen Frau. Die beiden gingen öfter zusammen tanzen, lernten sich näher kennen und schließlich verlobten sie sich. 1949 kehrte Karl-Heinz, der in Wismar eine Ausbildung zum Elektriker gemacht hatte, zurück nach Hamburg. Seiner Familie war eine neue Wohnung zugewiesen worden. "Die Zeit war nicht einfach", erzählt der Rentner. "Es gab keine Arbeit, die Stadt lag in Schutt und Asche." Mit seiner Verlobten hielt er in dieser Zeit Briefkontakt. 1950 folgte Edith ihrem Karl-Heinz nach Hamburg, zog wenig später zu seiner Familie. "Von da an waren wir jeden Tag zusammen", erzählt Edith Dobbertin. 1954 heiratete das Paar in einer kleinen Holzkirche in Hamburg-Hamm, gefeiert wurde in der Eineinhalb-Zimmer-Wohnung der Familie. "Es war zwar etwas eng, aber wir hatten ein schönes Fest", erinnern sich die Dobbertins.
1959 zog das junge Ehepaar nach Langenhorn, dort wurde die einzige Tochter Monika geboren. Später arbeitete Edith Dobbertin beim Otto-Versand, ihr Mann war zunächst als Elektriker und ab 1967 bis zu seiner Rente bei der Bank für Gemeinwirtschaft tätig. 1973 zogen die Dobbertins schließlich nach Maschen. "Hier fühlen wir uns richtig wohl", so das Paar.
Gemeinsam reisen die Dobbertins gern und widmen sich ihrem Garten. Sehr wichtig ist ihnen die Familie, zu der inzwischen auch die drei Enkel André, Sarah und Katharina gehören. Und einmal im Monat haben Edith und Karl-Heinz Dobbertin eine feste Verabredung - zum Tanzen im Seniorenclub. "Man muss schließlich in Bewegung bleiben", weiß Karl-Heinz Dobbertin. Für die Zukunft wünschen sich die Dobbertins vor allem Gesundheit und noch viele schöne gemeinsame Jahre.