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BVDA-Herbsttagung: EU-Kommissar Oettinger stärkt Anzeigenblatt-Verlegern den Rücken

Will im Dialog bleiben: Günther Oettinger
(kb). Selten zuvor sind von einer Herbsttagung des Bundesverbandes Deutscher Anzeigenblätter derart positive Signale in die Zukunft gesendet worden. In dieser Einschätzung waren sich die etwa 230 Teilnehmer der zweitägigen Veranstaltung in Offenburg am Ende einig.
In seiner Rede hatte Günther Oettinger, EU-Kommissar für Digitale Wirtschaft und Gesellschaft, die drohenden Folgen der „digitale Revolution“ beschrieben. Geradezu irrational sei der Aktienwert US-amerikanischer Internetgiganten. Mit Blick auf die Medienlandschaft sprach sich Oettinger für gleiche Start- und Wettbewerbsbedingungen für alle Akteure aus: Datenschutzrichtlinien, Mindestlohn, Steuerlast, das seien unter anderem die Punkte, über die zu reden sei. Die Lösung der Probleme, so Oettinger, sei aber gegenüber Google, Facebook, Amazon und anderen Giganten dieser Branche nur noch auf europäischer Ebene zu finden.



Günther Oettinger machte den Anzeigenblatt-Verlegern Mut, betonte die zunehmende Bedeutung lokaler Medien in Zeiten von Europäisierung und Globalisierung. „Ich lade Sie ausdrücklich dazu ein, mit mir zu diesen Fragen in den Dialog zu treten“, sagte der EU-Kommissar.
„Was darf man vom Frontmann der Kölner Kult-Band "Höhner" als Festredner der BVDA-Herbsttagung erwarten?“ Diese Frage stand nur kurz zwischen Henning Krautmacher und den Vertretern der Anzeigenblattverlage. Denn schon nach wenigen Sätzen hatte der Höhner-Sänger und Lese-Botschafter die Zuhörer in seinen Bann gezogen. Mit Geschichten aus den Leseclubs, die Krautmacher in Köln und Umgebung gemeinsam mit Freunden und Gleichgesinnten einrichtet und betreut. Und mit dem Appell an die deutschen Anzeigenblatt-Macher, etwas gegen das größer werdende Problem des Analphabetismus in Deutschland zu unternehmen: „Es ist mit eine große Freude dass der BVDA mir die Gelegenheit gibt, eine Idee vorzustellen, die mit einfachsten Mitteln bewirken kann, dass unsere Kinder und Enkel ihre Chance auf Bildung erkennen.“ Zu erfahren, dass er mit der Aufgabe, bei jungen Menschen Leselust zu wecken, bei den Anzeigenblättern Gehör findet, sei für ihn eine wunderbare Sache. „Mit 60 Millionen Auflage jede Woche können wir gemeinsam etwas bewirken“ hofft Krautmacher.
Bereits zum Bundesweiten Vorlesetag am 20. November wird auch das WOCHENBLATT mit lokaler Berichterstattung auf das Thema aufmerksam machen. Und im kommenden Jahr wird „Lesen“ als zentrales Thema unter dem Motto „Das geht uns alle an!“ bundesweit aufgegriffen.