Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

"Das ist unterstützenswert!": Pop- und Soulsänger Stefan Gwildis spielt bei Benefizkonzert im Gymnasium Hittfeld

Wann? 06.12.2016 19:00 Uhr

Wo? Gymnasium Hittfeld, Peperdieksberg 1, 21218 Seevetal DE
"Jeder soll die Musik, die er in sich trägt, herauskitzeln": Musiker Stefan Gwildis beim Songtexten (Foto: Sandra Ludewig)
 
Tritt mit Gwildis beim Benefizkonzert auf: die Schul-Jazzband "Trøt" (Foto: Gymnasium Hittfeld)
Seevetal: Gymnasium Hittfeld | ce. Hittfeld. Er hat als Solokünstler und mit verschiedenen Formationen die Hitparaden und Konzertbühnen in Deutschland erobert und gerade sein neues Album "Alles dreht sich" rausgebracht: Soul- und Popsänger Stefan Gwildis (58), der im Landkreis Harburg lebt. Und am Dienstag, 6. Dezember, für einen ganz besonderen Auftritt ins Gymnasium Hittfeld (Peperdieksberg 1) kommt: Ab 19 Uhr geht dort das Benefizkonzert "Stefan Gwildis meets School-Bands!" über die Bühne. Mit von der Partie sind die Gymnasiums-Jazzband "Trøt", Solisten und Bläserklassen der Schule sowie ein Schüler-Lehrer-Chor. Der Erlös geht an soziale Projekte des Gymnasiums - nämlich an das Haus Huckfeld, Obdachlose in der Gemeinde und das Harburger Hospiz - und an die Fachschaft Musik.
WOCHENBLATT-Redakteur Christoph Ehlermann sprach mit Stefan Gwildis über dessen soziales Engagement, die neue CD und darüber, worauf sich das Publikum bei dem Benefiz-Abend freuen darf.
WOCHENBLATT: Herr Gwildis, wie kamen Sie auf die Idee für den Auftritt im Gymnasium Hittfeld?
Stefan Gwildis: Ich finde es bemerkenswert, dass sich Lehrer und Schüler solidarisch erklären mit der Hospizarbeit und sich für Obdachlose einsetzen. Das ist unterstützenswert.
WOCHENBLATT: Was erwartet das Publikum bei dem Konzert?
Gwildis: Ich werde mit meinem wunderbaren Pianisten Tobias Neumann kommen. Wir werden uns natürlich mit der Gruppe "Trøt" und den anderen Mitwirkenden zusammentun. Wir werden Songs aus deren und aus meinem Programm präsentieren.
WOCHENBLATT: Haben Sie schon Erfahrung mit derartigen musikalischen Kooperationen?
Gwildis: Auf unserer Deutschlandtour im Frühjahr haben wir in einigen Städten Chöre zum Mitmachen aufgerufen. Das fand einen tierischen Anklang. In Bremen hatten wir die Auswahl zwischen sieben Chören. Wir haben auch oft in Gefängnissen gespielt. Dort wurde die Band aus Inhaftierten rekrutiert, die beim Auftritt von den anderen Insassen gefeiert wurden. Das war eine unglaublich beeindruckende Erfahrung. Ein Song von mir heißt "Spiel das Lied in Dir". Darum geht es: Jeder sollte die Musik, die er in sich trägt, herauskitzeln.
WOCHENBLATT: Sie machen mit Leidenschaft deutschen Soul in einer Zeit, in der der "DJ Blub Blub feat. Sängerin XY"-Einheitsbrei in den Charts immer erfolgreicher wird. Wieviel Mut erfordert es, abseits vom Mainstream sein Ding durchzuzieh'n?
Gwildis: Dabei zu bleiben, was man selbst erstrebenswert und wichtig findet, hat etwas mit Mut, aber auch mit Konsequenz zu tun. Ich finde es am interessantesten, wenn man sich darauf beschränkt, wie man wirklich stattfinden will. Wo Kräfte, Fähigkeiten und Talente von Menschen in der Musik zusammentreffen, da gehöre ich hin.
WOCHENBLATT: Auf Ihrem neuen Album liefern Sie im Song "Handvoll Liebe" quasi ein Rezept zum Gelingen multi-kultureller Beziehungen. Erleben Sie diese Kontakte auch im Alltag?
Gwildis: Auf jeden Fall, das findet in der Musik ganz häufig statt. In unserer Band gibt es unter anderem Leute aus Afrika und einen Amerikaner. Meine Familie kommt ursprünglich aus Litauen.
WOCHENBLATT: Ein anderes Lied heißt "Wo wir hingehen" und befasst sich auch mit dem, was nach dem Tod kommt. Sind Sie ein religiöser Mensch?
Gwildis: Ich bin ein spiritueller Mensch. Ich finde den spirituellen Gedanken und die Offenheit für viele Fragen wichtig. Ich sage ja zu religiösen Grundwerten wie der Bergpredigt und zum Schaffen von Jesus Christus. Ich würde mich aber hüten, mich zu irgendeiner Religion zugehörig zu erklären. Dafür hat die Institution Kirche für mich zu viel auf dem Kerbholz.
WOCHENBLATT: Welche neue Projekte planen Sie?
Gwildis: Im Januar startet das Projekt "Gwildis liest Storms 'Schimmelreiter'", für das ich die Musik geschrieben habe und mit dem wir auch auf Tour gehen. Anlass ist das anstehende Storm-Jahr, denn 2017 wird der 200. Geburtstag des Dichters gefeiert.
WOCHENBLATT: Herr Gwildis, vielen Dank für das Gespräch.
• Karten für das von der Sparkasse Harburg-Buxtehude und Meßmer-Tee gesponserte Konzert kosten im Vorverkauf 10 Euro und an der Abendkasse 12 Euro, Schüler zahlen 6 Euro. Tickets gibt es in der Buchhandlung Seevetal.