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Das TVM-Vereinshaus muss dringend neu gebaut werden

Michael Urbschat (li.) und Mike Krüger vor dem viel zu kleinen und maroden Vereinsheim am Appenstedter Weg
 
Mehr Rost als Lampe: Impressionen aus dem Duschraum

Doch der Verein wird bisher vertröstet / „Das ist eine Zumutung“

kb. Meckelfeld. Die sanitären Anlagen sind eine Katastrophe. Das ganze Gebäude ist marode.“ Das Urteil, das Michael Urbschat, Vorsitzender des TV Meckelfeld, über das Vereinsheim an der Sportanlage am Appenstedter Weg fällt, ist eindeutig. Dieser Ansicht ist auch Mike Krüger, stellvertretender Vorsitzender des Vereins: „Wir brauchen unbedingt neue Umkleiden und Toiletten, der derzeitige Zustand ist eine Zumutung.“
Tatsächlich ist das kleine Vereinsheim, Baujahr 1978, in die Jahre gekommen. Fliesen platzen ab, die Heizungen rosten und werden teils mit Kabelbindern zusammengehalten, die Elektrik ist veraltet, Duschen und Umkleiden sind alles andere als einladend. „Wir wurden schon mehrfach auf den Zustand des Vereinsheims angesprochen, viele Eltern lassen ihre Kinder hier überhaupt nicht mehr duschen“, berichtet Mike Krüger. Er ist sich sicher: „Wenn nichts passiert, werden wir irgendwann Mitglieder
verlieren.“
Das Problem ist nicht neu und sowohl Gemeinde, die Besitzer des Gebäudes ist, als auch der Politik bekannt. In einer Ausschussvorlage vom Februar dieses Jahres heißt es: „Das bestehende Vereinshaus am Appenstedter Weg ist objektiv viel zu klein und aus baulicher Sicht abgängig.“ Schon 2013 hatte der Verein deshalb den Bedarf für ein neues Vereinsheim mit rund 800 Quadratmetern angemeldet, die Kosten für das Gebäude, das u.a. Umkleidekabinen, Toiletten, einen Clubraum, eine Küche und Materialräume umfassen soll, wurden seitens der Gemeindeverwaltung grob auf drei Millionen Euro geschätzt. Doch eine Realisierung ist derzeit nicht absehbar. Zuletzt wurde der Verein aufgefordert, eine aktualisierte Bedarfsplanung vorzulegen. Doch grundsätzlich fehlt der Gemeinde schlicht das Geld. Andere Projekte sind
dringender.
„Wir haben Verständnis für die finanzielle Situation der Gemeinde, aber das Problem wird nicht kleiner, in dem man es aufschiebt“, sagt Michael Urbschat. Im vergangenen Jahr seien bereits 15.000 Euro Planungskosten für das Projekt geflossen. „Diese Summe hätte man vielleicht besser in Reparaturen gesteckt, wenn jetzt doch nichts passiert“, sagt Krüger.
Beim TV Meckelfeld macht man sich auch Gedanken über eine finanzielle Beteiligung an einem Neubau. Doch große Sprünge sind nicht drin. „Es hat viel Kraft gekostet, den Verein überhaupt wieder in die schwarzen Zahlen zu bekommen. Unsere Mittel sind begrenzt“, so Urbschat. Die derzeitige finanzielle Situation des Vereins werde dadurch verschlechtert, dass momentan auch noch die Sportanlage „Am Anger“ unterhalten werden muss, die laut Urbschat ebenfalls in marodem Zustand ist. Dieser Umstand würde sich mit einem neuen Vereinsheim am Appenstedter Weg ändern: Verein und Grundschule, die den Platz „Am Anger“ für den Schulsport nutzt, würden zugunsten der Umgestaltung des Sportplatzes am Appenstedter Weg samt neuem Vereinsheim auf die Fläche „Am Anger“ verzichten. Diese könnte die Gemeinde anderweitig nutzen.
Allzu viel Hoffnung, dass sich in naher Zukunft etwas tut, hegen die beiden Vorsitzenden des TV Meckelfeld nicht. Die Maßnahme ist im Haushalt derzeit nicht fest eingeplant, befindet sich lediglich auf der Liste „zusätzlicher mittelfristiger Finanzbedarf 2018 - 2022“. Dass so schnell wie möglich etwas passieren muss, steht für Urbschat und Krüger jedoch ganz klar fest: „Wir müssen dringend eine Lösung finden und können nicht noch fünf oder sechs Jahre warten.“