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Der Faslam ist gerettet: Faslamsclub Hörsten gegründet

Der Faslam gehört einfach zu Hörsten dazu, finden Martina Schulz (v. li.), Corinna Martens und Birger Buchholz aus dem Vorstand des neu gegründeten Faslamsclubs
 
Das Foto beweist: Faslam wurde in Hörsten schon vor vielen Jahrzehnten gefeiert (Foto: privat)
kb. Hörsten. Das war ein echter Paukenschlag: Nach dem Faslam Hörsten in diesem Jahr verkündeten die bisherigen Organisatoren, dass sie nach 20 Jahren nicht mehr für diese Aufgabe zur Verfügung stehen (das WOCHENBLATT berichtete). Die Hoffnung, dass sich Nachfolger finden, war groß. Doch lange tat sich nichts. Jetzt steht fest: Der Faslam Hörsten ist gerettet. Und nicht nur das - auch ein echter Faslamsclub wurde gegründet. Corinna Martens, 1. Vorsitzende, ist noch immer begeistert vom großen Zuspruch aus dem Dorf. „Wir hatten über 100 Besucher bei unserer ersten Info-Veranstaltung, knapp 90 Mitglieder sind schon in den Verein eingetreten“, berichtet Corinna Martens. „Damit hatten wir wirklich nicht gerechnet.“
Der Hörstener Faslam hat Tradition. Schon seit rund 100 Jahren wird das Fest in dem kleinen Seevetal-Ort gefeiert. Die ganze Dorfgemeinschaft nimmt daran teil, baut Wagen oder bewirtet die Feierenden an Ständen. „Es wäre sehr schade gewesen, wenn es den Faslam nicht mehr gegeben hätte“, sagt Beisitzerin Martina Schulz. Sie hatte schon als Kind viel Spaß an dem Fest. „Das gehört hier im Dorf einfach dazu“, sagt sie.
Gemeinsam mit dem 2. Vorsitzenden Jan Ptasik, Schriftführerin Birger Buchholz, Kassenwart André Marquardt und den Beisitzern Detlef Lüllau und Roland Barth bilden Martina Schulz und Corinna Martens den Vorstand des Faslamsclubs. Und kümmern sich jetzt darum, dass die Faslams-Tradition weiter lebt. „Wir bekommen zum Glück ganz viel Unterstützung, viele Freiwillige haben ihre Hilfe angeboten“, erzählt Corinna Martens. Trotzdem gibt es alle Hände voll zu tun - auch Papierkram. „Wir müssen uns natürlich auch um Dinge wie die GEMA oder die Haftung kümmern“, sagt Martina Schulz. Andere Faslamsvereine der Region stehen bei solchen Fragen helfend zur Seite.
Am Ablauf des Faslams wollen die neuen Organisatoren fast nichts ändern - bis auf eine Kleinigkeit. Das Schnorren wird im kommenden Jahr eine Woche vor dem Faslam stattfinden. Der traditionelle Termin des Umzugs am Wochenende nach Rosenmontag wird ebenso wenig angestastet wie der Lumpenball, das beliebte Eieressen und das Verbrennen des Faslamskerls.
Eingeläutet wird die Faslamszeit in Hörsten mit dem Anbinden im Januar. In den Wochen vor dem Faslam wird dann im ganzen Dorf an den Wagen für den Umzug gewerkelt und gebaut. An dunklen Winterabenden genau die richtige Beschäftigung, findet Corinna Martens. „Das macht einfach riesigen Spaß!“ Das Motto der Wagen bleibt bis zum Schluss geheim.
Wer selber Lust hat, beim Faslam dabei zu sein, ist herzlich eingeladen. „Wir haben auch immer Gastwagen aus anderen Orten dabei“, sagt Martina Schulz. Außerdem freut sich der Faslamsverein über weitere Mitglieder (Jahresbeitrag 20 Euro) Sponsoren und helfende Hände. „Wir freuen uns einfach über jeden, der Lust hat, sich einzubringen“, sagt Birger Buchholz. Wer mitmachen oder das Fest als Sponsor unterstützen möchte, wendet sich an Martina Schulz unter Tel. 0160 - 7565663. Sobald der Verein eingetragen ist, können auch Spendenquittungen ausgestellt werden.