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Die Erinnerung bewahren: Grab des Künstlers Martin Irwahn hergerichtet

Freuen sich über die neu gestaltete Ruhestätte (v. li.): Stephan Schramm, Hannelore Meyer, Thomas Fey, Friedhofsleiter Axel Hankotius, Regina Regenhardt und Henning Drewes
kb. Hittfeld. Dem Zufall ist es zu verdanken, dass das Grab des Künstlers Martin Irwahn auf dem Hittfelder Friedhof jetzt die Aufmerksamkeit bekommt, die es verdient. Denn wenn Regina Regenhardt, geborene Irwahn, aus Hamburg nicht vor einigen Jahrzehnten in der Hamburger Kunsthalle über den Namen des Künstlers gestolpert wäre und im Nachhinein festgestellt hätte, dass sie entfernt mit ihm verwandt ist, wäre sie im vergangenen Jahr auch nicht zur Grabstelle nach Hittfeld gekommen. „Das Grab war in einem traurigen Zustand. Es nur noch eine Betonplatte, eine dazugehörige Skulptur war durch die Witterung zerstört worden“, erinnert sich Regina Regenhardt. Sie schrieb die Gemeinde an und machte auf den Missstand aufmerksam, die Verwaltung wiederum bat den Heimatverein um Unterstützung.
Mit Erfolg: Ein großer Granitstein und Tafeln weisen jetzt auf das Leben und Wirken des 1981 verstorbenen Künstlers hin, dessen Skulpturen nicht nur in Hittfeld stehen, sondern auch den öffentlichen Raum in Hamburg beleben. „Martin Irwahn schuf ganz viel Kunst am Bau“, weiß Regina Regenhardt, die selbst eine kleine Skulptur ihres Verwandten besitzt, die er ihr zur Geburt des Sohnes schenkte. „Damals, nach der Ausstellung in der Kunsthalle, hatte ich Martin Irwahn angeschrieben und im Anschluss bestand loser Kontakt“, erzählt sie.
Für den Heimatverein Hittfeld war es nicht das erste Mal, dass das Grab eines Hittfelder Künstlers auf Vordermann gebracht wurde: Auch die Ruhestätte von Arthur Siebelist wurde bereits verschönert. Hannelore Meyer, Kirchenvorsteherin und Vorsitzende des Friedhofs-Ausschusses, freut sich, dass die Grabstellen nun ihre verdiente Aufmerksamkeit bekommen. „Wir begrüßen das Engagement des Heimatvereins sehr“, so Meyer. Auch Ortsbürgermeister Thomas Fey lobte den Einsatz des Vereins, der jedoch nicht alleine am Werk war. Unterstützung kam von der Gemeindeverwaltung, den Friedhofsmitarbeitern, der Firma Dörner, die den Granitstein spendete, und der Firma Schramm aus Ramelsloh, die die Tafeln aus Edelstahl herstellt hat.
• Der Heimatverein Hittfeld freut ich immer über neue Mitglieder: Das nächste Treffen findet am Mittwoch, 5. Juli, um 19.30 Uhr im Gasthaus „Zur Linde“ in Hittfeld statt. Gäste sind herzlich willkommen.