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Eile mit Weile bei Kabel Deutschland: Verteilerkasten seit Wochen nicht wieder aufgestellt

Seit fünf Wochen fristet dieser Verteilerkasten ein eher trauriges Dasein (Foto: oh)
kb. Seevetal. Unnötige Eile scheint man beim Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland nicht zu kennen: In Maschen an der Ecke Fachenfelder Weg/Freschenhausener Weg entdeckte Anwohner Peter Bendzko beim Spaziergang mit seinem Hund Anfang Februar einen umgestoßenen Verteilerkasten. Die Kabel lagen offen. "Da macht man sich natürlich Sorgen, ob es zu Störungen kommt", so Bendzko. Er wandte sich an Gemeinde und Polizei und erfuhr schließlich auf Umwegen, dass Kabel Deutschland zuständig ist.
Jetzt, fünf Wochen später, ist Bendzkos Sorge um drohende Störungen oder gar einem kompletten Telefon- und Internetausfall blankem Ärger gewichen. Denn der Verteilerkasten liegt noch immer auf dem Rücken. Die Kabel knicken inzwischen bedenklich weg. Gekümmert hat sich anscheinend niemand.
Bei Kabel Deutschland weiß man bereits seit Mitte Februar von dem Zustand, wie Sprecherin Nicole Buschermöhle auf WOCHENBLATT-Nachfrage mitteilt. "Wir gehen davon aus, dass der Verstärkerpunkt mutwillig umgestoßen wurde", so die Pressereferentin. Es handele sich bei den Kabeln aber nicht um stromführende Leitungen, sondern um sogenannte Koaxialkabel, über die die Signale für alle Dienste im Kabel übertragen werden.
Schnellen Handlungsbedarf scheint es daher nicht zu geben. "Die technische Funktionalität des Verstärkerpunktes ist weiterhin gegeben", so Nicole Buschermöhle. Im übrigen sei die Instandsetzung beauftragt, eine Sicherung der Anlage sei erfolgt.
Derart gelassen wie der Kabelnetzbetreiber sind die Anwohner in Maschen nicht. "Es ist empörend, wie sich die Verantwortlichen seit der Deregulierung des Marktes aus der Verantwortung ziehen", so Peter Bendzko. Er versteht zudem nicht, warum die Gemeinde nicht mehr Druck auf Kabel Deutschland ausübt, den Schaden zügig zu beheben. "Die Behörden haben doch auch eine Daseinsfürsorge gegenüber den Bürgern zu erfüllen", so der Maschener. Er und seine Nachbarn sind jetzt gespannt, was als erstes kommt: Der Internetausfall oder die Handwerker.