Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Ein echt „kuhles“ Erlebnis: Seevetaler Grundschüler besuchen Hof Dallmann

Auf Hof Dallmann gibt es Bauernhof-Erlebnisse zum Anfassen
kb. Seevetal/Tostedt. kb. Seevetal/Tostedt. Dass Kühe keine Milch, sondern viel lieber Wasser, trinken und man ihnen vor dem Melken erst einmal „Hallo“ sagen muss, haben jetzt 36 Grundschüler aus Seevetal bei ihrem Besuch auf dem Bauernhof von Familie Dallmann in Dohren (Gemeinde Tostedt) gelernt. Im Rahmen der Ferienbetreuung haben sich die Kinder eine Woche lang mit dem Thema „Kuh“ beschäftigt. Da durfte ein Abstecher zu einem richtigen Milchbauern natürlich nicht fehlen.
Auf dem Hof von Henrik Dallmann und seiner Familie gibt es viel zu entdecken. Damit dabei nicht der Magen knurrt, beginnen die Grundschüler den Tag mit einem leckeren Frühstück. Die Butter dafür haben die Kleinen selbst gemacht. Man muss nur Sahne in ein Glas füllen und einige Zeit kräftig schütteln. „Das ist kinderleicht“, findet Maximilian.
Nach dem stärkenden Snack geht es direkt in den Kuhstall. 90 Kühe stehen auf dem Hof, zweimal am Tag müssen sie gemolken werden. „Jeden Tag, auch an Weihnachten und Silvester“, erklärt Henrik Dallmann. Was Kühe fressen und dass sie Wiederkäuer sind, wissen die Kinder schon. Bei der Frage danach, was Kühe trinken, rutscht einigen aber doch spontan „Milch!“ raus. Natürlich trinken Kühe lieber Wasser - und davon reichlich. Rund 100 Liter am Tag können es pro Kuh werden. Dazu kommen etwa 50 Kilo Futter. Ein ganz schöner Haufen. Selbige hinterlässt die Kuh dann auch gerne mal. „Das sind Kuhfladen“, wissen die Grundschüler.
Im Melkstand müssen erst einmal alle leise sein. „Wir wollen die Kühe schließlich nicht erschrecken“, sagt Henrik Dallmann. Deshalb müsse man der Kuh auch erst einmal „Hallo“ sagen und am Bein streicheln. „Damit sie weiß, dass da jemand ist“, so der Landwirt. Das Euter selbst ist ganz weich und warm. Das Melken findet zumindest Emily ganz einfach. „Aber ich habe es vorher auch schon einmal ausprobiert“, sagt die Schülerin. Bei Dallmanns werden die Kühe natürlich nicht mehr per Hand, sondern mit einer Melkmaschine gemolken. Die schafft alle 90 Kühe in eineinhalb Stunden. „Das würde sonst viel länger dauern“, erklärt Henrik Dallmann.
Nach dem Melkstand steht ein Besuch bei den Kälbchen auf dem Programm. Die niedlichen Tiere mit ihren weichen Mäulern und den hübschen Wimpern erobern die Herzen der Kinder im Sturm.
Für Henrik Dallmann ist der Rundgang mit den Grundschülern keine einmalige Angelegenheit. Zwischen Mai und Oktober bietet der Hof Dallmann einmal in der Woche Führungen für Grundschulen oder Kindergärten an. „Wir beliefern nicht nur viele Haushalte, sondern auch Schulen und Kitas. Bei uns auf dem Hof können die Kinder dann sehen, woher Milch, Joghurt oder Quark kommen“, sagt Dallmann. Zum Abschluss tätigt Rosi Birke, Leiterin der Ferienbetreuung, dann auch noch einen kleinen Einkauf: „Vor uns liegen noch zwei spannende Tage rund ums Thema ‚Kuh‘, dafür brauchen wir Proviant.“