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Ein Jahr Westumfahrung: Fazit zu Hittfelder Umgehungsstraßen fällt positiv aus

Entlastung für Eddelsen und Hittfeld: Ein Großteil der Lkw, die zum Dörner-Gelände wollen, fährt über die Westumfahrung (Foto: kb/archiv)
kb. Seevetal. Die Westumfahrung Hittfeld feiert ersten Geburtstag: Offiziell Ende August 2015 eröffnet, entlastet die Umgehungsstraße seit einem Jahr gemeinsam mit der Südspange und der Kiestrasse des Unternehmens Otto Dörner die Hittfelder Ortsdurchfahrt vor allem vom Lkw-Verkehr. Seevetals Bürgermeisterin Martina Oertzen zieht ein positives Fazit nach zwölf Monaten: „Die Westumfahrung ist ein großer Erfolg. Insbesondere der tägliche Schwerlastverkehr der Firma Dörner wird nun an Eddelsen und Hittfeld vorbeigeführt. Das freut mich für die Anlieger.“
Auch die Bilanz von Hittfelds Ortsbürgermeister Norbert Fraederich nach einem Jahr Westumfahrung fällt größtenteils positiv aus. „Es gibt erhebliche Verbesserungen, vor allem für die Bürger in Eddelsen und einen Teil der Jesteburger Straße in Hittfeld“, so Fraederich. In Eddelsen, wo die Lastwagen, die zur Deponie von Dörner wollten, vorher nur so durchrauschten, gebe es kaum noch Lkw-Verkehr. In der Jesteburger Straße ergibt sich ein zweigeteiltes Bild. „Die Lkw, die Richtung Jesteburg fahren, bleiben weiterhin auf der L213. Da hatten sich einige Anwohner mehr versprochen“, so Fraederich. In Emmelndorf gebe es Stimmen, die sogar über eine Zunahme des Lkw-Verkehrs klagen. „Doch grundsätzlich ist das Feedback aus Hittfeld positiv“, sagt Fraederich.
Wenn er sich eine weitere Verkehrsmaßnahme für Hittfeld wünschen dürfte, dann wäre es eine Gewichtsbeschränkung auf 7,5 Tonnen auf der L213. „Das ist allerdings etwas schwierig, weil die überörtlichen Behörden dem ablehnend gegenüberstehen“, so der Ortsbürgermeister.
Für die Autofahrer, die nicht den Ortskern von Hittfeld passieren wollen, ist die Fahrt über die Westumfahrung vor allem eine praktische Zeitersparnis - der schöne Ausblick über die Landschaft vor den Toren Hittfelds dürfte allerdings einen weiteren Anreiz bieten, die Umgehung zu nutzen.

Weniger als ein Jahr Bauzeit

Schneller fertig, als gedacht: Die 1,2 Kilometer lange Umgehungsstraße zwischen der Südspange Hittfeld und dem Kreisel „Am Göhlenbach“ wurde am 27. August 2015 nach weniger als einem Jahr Bauzeit offiziell für den Verkehr freigegeben. Beim Bau waren 83.500 Kubikmeter Boden bewegt sowie 21.700 Quadratmeter Asphalt, Betonpflaster und Bordsteine verbaut worden. Die Kosten in Höhe von knapp 4,9 Millionen Euro teilten sich das Land und die Gemeinde Seevetal, der Kreis ist seit der Fertigstellung für die Unterhaltung der Straße zuständig.
Anschließend an die Westumfahrung hatte das Unternehmen Otto Dörner eine rund 1,5 Kilometer lange Kiestrasse gebaut. Kosten: 600.000 Euro.