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Ein Mann für alle Fälle: Helmut Cohrs schreibt Nachbarschaftshilfe groß

Helmut Cohrs in seinem Garten. Stillsitzen fällt dem Rentner schwer
kb. Seevetal-Over. Seine Nachbarn in Over wissen: Helmut Cohrs (74) ist ein Mann für alle Fälle, ein echter Allrounder. Er wechselt Glühbirnen, repariert klemmende Fensterrahmen, fährt alleinstehende Seniorinnen zum Arzt oder Einkaufen, bringt den Nachbarn frisches Brot und zwischendurch sitzt er auch gern mal zum Klönschnack mit Freunden hinterm Haus. Helmut Cohrs ist ein echtes Original. Er lebt den Gemeinschaftsgedanken. "Wenn Helmut mal nicht mehr da ist, wird das düster in Over", sagt eine Nachbarin.
Helmut Cohrs ist in Over geboren und hat vor Jahrzehnten direkt neben seinem Elternhaus gebaut. Früher war er als Maurer und nebenbei als Hausschlachter tätig. Inzwischen ist er Renter. Aber Langeweile hat der 74-Jährige nie. Er kennt jeden in Over und fast jeder kennt ihn. Und wann immer es irgendwo hakt, heißt es: "Helmut, kiek di dat mal an." Der Rentner hat gut zu tun - und kann schlecht nein sagen. "Ich helfe einfach gern", erzählt Helmut Cohrs. Manchmal sogar, ohne vorher zu fragen. "Wenn ich z.B. sehe, dass irgendwo Wegplatten abgesackt sind, dann schnapp ich mir schnell einen Eimer Sand und reparier das eben", schmunzelt er.
Seine Nachbarn wissen seinen Einsatz zu schätzen. "Auf Helmut kann man sich immer verlassen", sagen sie. Für Helmut Cohrs ist das eine Selbstverständlichkeit: "Wenn einer ruft, versuch ich zu helfen. Und wenn ich etwas mal nicht selber machen kann, dann weiß ich zumindest, wen ich fragen muss." Das Vorstandsmitglied des Heimatvereins, Ehrenmitglied des Schützenvereins, passive Mitglied der Feuerwehr und ehemalige Shanty-Sänger schafft es einfach nicht, seine Hände mal länger in den Schoß zu legen. Unterstützt wird er dabei von seiner Frau Christa. "Sie nimmt immer meine Aufträge am Telefon entgegen", scherzt Cohrs.
Bei aller Hilfsbereitschaft: Manchmal sitzt Helmut Cohrs aber auch einfach nur der Schalk im Nacken. Als zum Beispiel vor rund 40 Jahren das Hallenbad in Over gebaut und das Schwimmbecken mit Elbwasser geflutet wurde, damit es sich absenkt, besorgte sich Cohrs kurzerhand zwei Eimer lebende Fische und setzte sie im Becken aus. Als das Wasser wieder abgelassen wurde, rätselte ganz Over, wie es die Fische durch den schmalen Schlauch der Feuerwehr ins Schwimmbecken geschafft hatten. Erst Wochen später lüftete Helmut Cohrs das Geheimnis. "Das war ein Spaß!", lacht er.