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"Eindeutige Verschlechterung": Anwohner in Maschen sind sauer

Die großen Sickermulden (links) werden die Anwohner künftig selbst reinigen müssen

Höhere Lärmbelastung und mehr Raser nach Straßenausbau

kb. Maschen. Die Straßenbaumaßnahme "Bei den Hünengräbern" in Maschen-Heide ist so gut wie abgeschlossen, glücklich sind die Anwohner mit dem Ergebnis nicht. Wie berichtet hat die Gemeinde Seevetal hier, wie auch schon in anderen Straßen in Maschen-Heide, die Oberflächenentwässerung und den Straßenbelag erneuert. Jetzt reiht sich nicht nur eine riesige Sickermulde an die nächste - in einem Gebiet, in dem es laut Anliegern nie größere Probleme mit Wasser gegeben hat. Die neue Gestaltung der Straße ermuntert Durchfahrende anscheinend auch dazu, ordentlich aufs Gas zu drücken.
"Eine Verkehrsberuhigung, wie von der Gemeinde beabsichtigt, gibt es hier definitiv nicht", sagt Anwohner Kurt von Bresler. Der untere Bereich der Straße lade förmlich zum "Rasen" ein, so von Bresler. Seine Nachbarin ist derselben Ansicht. Hinzu käme, dass die neue Pflasterung sehr viel lauter sei, als der bisherige Asphaltbelag. "Die Fahrzeuge nähern sich unserem Haus jetzt mit einem lauter werdenden Donnergrollen, da ist eindeutig eine Verschlechterung eingetreten", so die Anwohnerin. Besonders ärgert sie, dass sie dafür nun auch noch bezahlen soll. "Hier hätten höhere Hubbel gebaut werden müssen, um den Verkehr zu verlangsamen", sagt die Maschenerin.
Für Ärger bei den Anliegern sorgt auch das Gerücht, dass die Straße künftig nicht mehr von der Gemeinde gekehrt werden soll. "Ein Nachbar sprach mich darauf an", erzählt Kurt von Bresler. Er habe sich daraufhin bei einem Mitarbeiter der Tiefbauabteilung erkundigt. "Uns wurde gesagt, dass der Kehrwagen die Straße wegen der Einfahrten nicht mehr befahren kann, außerdem wäre das ja nun 'unsere' Straße", ärgert sich von Bresler.
Eine andere Information hat Gemeindesprecher Andreas Schmidt. "Neu gepflasterte Straßen werden grundsätzlich ein Jahr lang nicht gekehrt, damit sich der Sand in die Fugen setzen kann", erläutert Schmidt. Im kommenden Jahr sei eine Bestandsaufnahme für die Straßen in der Maschener und Horster Heide geplant. "Wir werden prüfen, wie die Situation in den einzelnen Straßen aussieht. Dort wo es möglich ist, wird die Gemeinde kehren", so Schmidt. In jedem Fall bräuchten die Kehrmaschinen zum Fegen irgendeinen Rand, an dem sie entlang fahren können.
Was in jedem Fall an den Anwohnern hängen bleibt, ist die Reinigung der Sickermulden. "Anlieger sind für die Grünstreifen an ihren Grundstücken zuständig, das gilt für alle Seevetaler", so Schmidt. Kurt von Bresler ärgert das. "Niemand wollte diese Mulden", so von Bresler. "Wir haben hier sehr viel Laub und Kiefernadeln, da kann ich dann wohl regelmäßig meinen Kofferraum voll machen und zur Deponie fahren."