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Eine unerträgliche Situation: Sechsköpfige Familie zerrissen, weil sie keine größere Wohnung findet

Diyaa S., ihr Mann und die jüngste Tochter Sarah. Weil die älteren Kinder Angst haben, wegen der derzeitigen Situation in der Schule gehänselt zu werden, will das Ehepaar unerkannt bleiben
kb. Helmstorf.Diyaa S*. (36) ist verzweifelt. Die Mutter von vier Kindern kann kaum noch schlafen, ist psychisch angeschlagen. Seit Monaten sind sie und ihr Ehemann auf der Suche nach einer neuen Wohnung für ihre Familie. Vergeblich. Derzeit lebt die Familie getrennt - Diyaa S. wohnt mit zwei Töchtern in einer kleinen Wohnung in Helmstorf, ihr Mann übernachtet mit einem Sohn in Klecken, der zweite Sohn ist bei einer Freundin untergebracht. Ein Familienleben unter diesen Umständen aufrecht zu erhalten, ist kaum möglich. Zwar trifft sich die Familie täglich in Helmstorf, aber die Wohnung, in der auch das ganze Hab und Gut der Familie untergebracht ist, ist viel zu klein für sechs Personen.
Diyaa S., die aus Syrien stammt, und ihr Mann, ein Jordanier, leben seit 14 Jahren in Deutschland. Beide haben seit immerhin einem Jahr eine Arbeitserlaubnis, auch wenn ihr Aufenthaltsstatus immer noch nicht endgültig geklärt ist. Sie sprechen gut Deutsch, sind seit einiger Zeit in einem Hotel tätig. Die Kinder besuchen Gymnasium und Realschule in den umliegenden Orten. Die kleinste Tochter ist bei einer Tagesmutter untergebracht. Eine gut integrierte Familie - die trotzdem keine neue Bleibe findet.
„Wir wissen nicht, warum uns keiner will“, sagt Diyaa S. Anfangs habe es öfter Absagen gegeben, weil das Paar keine Arbeit hatte. „Jetzt gibt es plötzlich andere Gründe“, erzählt die 36-Jährige. Zum Teil wurde das Ehepaar bei Besichtigungsterminen auch einfach versetzt.
Die Situation nagt an der ganzen Familie. Den Kindern fällt es schwer, sich auf die Schule zu konzentrieren. Diyaa S. war für längere Zeit krankgeschrieben. Die kleine Sarah findet kaum Ruhe. „Wir wünschen uns, dass wir einfach mal wieder alle gemeinsam an einem Tisch sitzen und essen können“, sagt die Mutter.
Wegen der belastenden Situation hat Familie S. derzeit Betreuerin Annette Litschel an ihrer Seite. „Dass eine Familie so auseinandergerissen wird, weil sie keine Wohnung findet, erlebe ich zum ersten Mal“, sagt Litschel. Sie versucht, die Familie bei der Suche nach einem neuen Zuhause zu unterstützen. Kein einfaches Unterfangen. Gesucht wird eine Fünf-Zimmer-Wohnung mit 110 bis 130 Quadratmetern bis ca. 1.150 Euro Warmmiete, am besten im Raum Hittfeld, Klecken, Bendestorf oder Stelle. „Es kann auch eine einfache Wohnung sein und wir würden auch woanders hinziehen, Hauptsache wir können wieder alle zusammen sein“, sagt Diyaa S. Sie hofft sehr, dass sich ein Vermieter findet, der sie mit offenen Armen aufnimmt: „Wir halten die Situation kaum noch aus, wir brauchen dringend Hilfe.“
• Wer eine passende Wohnung für die sechsköpfige Familie hat, wendet sich an Familienbetreuerin Annette Litschel unter Tel. 04174 - 645310 (gerne auf den Anrufbeantworter sprechen).
* Vollständiger Name der Redaktion bekannt