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Energie-Controlling: Pilotprojekt am Schulzentrum Roydorf

Pilotprojekt für mehr Energieeffizienz: Oliver Waltenrath (v. li.), Jens Wrede und Alexander Steen in einem der Heizungskeller des Schulzentrums Roydorf (Foto: Landkreis Harburg)
kb. Landkreis. Der Landkreis Harburg arbeitet intensiv daran, den Energieverbrauch der kreiseigenen Gebäude weiter zu reduzieren. Im Rahmen von „Dreh-Ab!“, dem Energiesparprojekt für Landkreisschulen, entwickelten die Stabsstelle Klimaschutz und die Gebäudewirtschaft des Landkreises dafür im vergangenen Jahr ein Energiemanagementsystem, um Technikmängel schneller aufdecken und beheben zu können. Mit einem Pilotprojekt zum Echtzeit-Energiecontrolling am Schulzentrum Roydorf erprobt die Kreisverwaltung nun einen weiteren Schritt. Klimaschutzmanager Oliver Waltenrath besuchte gemeinsam mit Diplom-Ingenieur Jens Wrede (Gebäudewirtschaft) und Alexander Steen vom Hamburger Unternehmen Network Energy den Abschluss der Installationsarbeiten.
Das Pilotprojekt ermöglicht ab sofort per Mobilfunktechnik die Fernüberwachung der Strom-, Gas- und Wasserverbräuche am Schulzentrum. Wärmesensoren überwachen außerdem die Vor- und Rücklauftemperaturen im Heizungskreislauf und die Tätigkeit der Brenner für die Heizkesselanlage. Der Kreisverwaltung stehen dadurch digital aufbereitete Echtzeitdaten für eine gezielte Anlagenoptimierung zur Verfügung. Zudem fungiert das Energie-Controlling-System als Echtzeit-Störungsmelder: Wenn beispielsweise die vorgegebenen Wasservorlauftemperaturen im Heizungskreislauf über- oder unterschritten werden, wird die Gebäudewirtschaft des Landkreises automatisch per SMS oder E-Mail benachrichtigt.
„Mit unserem selbst entwickelten Energiemanagementsystem können wir Energieverbräuche detailliert erfassen, Einsparpotenziale identifizieren und Energieeffizienzmaßnahmen umsetzen", so Oliver Waltenrath. "Im Schulzentrum Roydorf erhält die Kreisverwaltung in einer Pilotphase nun sogar eine minutengenaue Auswertung. Eine Echtzeit-Analyse kann in großen Liegenschaften mit komplexer Gebäudetechnik sinnvoll sein. Das wollen wir erproben.“
Hintergrund: Zwischen 2008 und 2015 investierte der Landkreis Harburg in erheblichem Umfang in den Neubau und die energetische Sanierung seiner Gebäude. Dadurch konnte die Kreisverwaltung trotz einer gestiegenen Bruttogesamtfläche und einem starken Zuwachs von energieintensiver technischer Ausstattung den Stromverbrauch zwischen 2008 und 2014 um fünf Prozent, den Wärmeverbrauch um elf Prozent und den Wasserverbrauch um 23 Prozent senken.