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Findling weist Pilgern in Hittfeld den Weg

Am Pilgerstein bei Hittfeld (v. li.): Steffen Lücking, Klaus Röhrich, Hans-Hermann Meyer-Sahling und Georg Stiller
kb. Hittfeld. Sich auf den Weg machen, zur Ruhe kommen, innehalten: Das ist es, was viele Menschen am Pilgern fasziniert. Wer dabei "Auf den "Spuren Ansgars" - so heißt das Teilstück des Jakobsweges - wandelt, kommt auch in Hittfeld vorbei. Hier grüßt seit Kurzem an der Ecke der Straßen "Auf den Höhen" und Kolkweg ein stattlicher Findling die Pilger auf ihrem Weg.
Die Idee dazu hatte Georg Stiller, Pastor im Ruhestand, aus Hittfeld. Auf einer Wanderung auf dem Jakobsweg nach Rothenburg ob der Tauber waren ihm Pilgersteine mit Bibelsprüchen begegnet. "Da dachte ich, so etwas können wir doch auch hier in Hittfeld machen", so Stiller. Gesagt, getan. Der rund vier Tonnen schwere Stein wurde von Steffen Lücking gestiftet. Der dicke Brocken lag lange auf dem Gelände des Reiterhofs Langenrehm in Rosengarten, den Lückings Frau betreibt und ist seinerseits auch schon weitgereist. Die Eiszeit hat den Findling vermutlich aus Schweden nach Mecklenburg "verschlagen", von dort aus kam er dann nach Rosengarten. Der Bibelspruch, der den Stein ziert, ist ein beliebter Taufspruch und passt perfekt zum Pilgerweg: "Gott hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen." Und natürlich findet sich auch eine Jakobsmuschel auf dem Findling.
Pilger die sich auf "Ansgars Spuren" auf den Weg von Hamburg aus über Sinstorf nach Hittfeld machen, können in Seevetal übrigens auch übernachten. In unmittelbarer Nähe zum Pilgerweg bietet Hans-Hermann Meyer-Sahling Zimmer für Pilgerer an.
Georg Stiller und sein "Wanderbruder" Klaus Röhrich können eine Wanderung auf dem Jakobsweg oder einem seiner Teilabschnitte nur empfehlen. "Es ist toll, morgens aufzubrechen, ohne zu wissen, wo man abends schlafen geht", erzählt Stiller. Gemeinsam mit Klaus Röhrich hat er so manchen Stempel in seinem Pilgerpass gesammelt. Und die Idee für eine ganz besondere Tour haben beide auch schon. "Wir sind beide in Schlesien geboren", erzählt Röhrich. "Es wäre toll, vielleicht von Görlitz aus Richtung Osten in unserer Heimat zu wandern."
Wer nicht gleich mit einer so weiten Tour anfangen will: Pilgern kann man auch in der Region. Ein perfekter Startpunkt ist der Pilgerstein in Hittfeld.