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"Freddy" ist der Beste!

Leckeres Essen und immer ein freundliches Wort, das ist das Rezept von Fred Schoknecht. Merle (li.) und Maja finden das super
 
Eine Mensa ohne "Freddy"? Für Maja (li.) und Merle unvorstellbar
Koch, Kumpel und Seelentröster: Fred Schoknecht leitet die Mensa am Gymnasium Meckelfeld

kb. Seevetal.
kb. Seevetal. „Freddy tut so viel für uns, da war es einfach mal an der Zeit danke zu sagen!“, Maja (15) und Merle (11), Schwestern und Schülerinnen am Gymnasium Meckelfeld, sind sich einig: Ihr Mensa-Chef Fred Schoknecht ist einfach etwas Besonderes.
Die Mädchen müssen auch gar nicht lange überlegen, was „Freddy“ ausmacht. „Es ist einfach die Gesamtmischung“, sagt Maja. „Eigentlich besteht Freds Aufgabe ja nur darin, uns Essen zu kochen und zu verkaufen, aber er tut so viel mehr. Das fängt schon damit an, dass er fast jeden Schüler beim Namen kennt“, erzählt die Zehntklässlerin weiter. „Freddy sieht uns an, wenn etwas schief läuft oder man mal schlecht drauf ist. Man merkt, dass das hier nicht einfach nur ein Job für ihn ist, sondern wir ein Stück Bereicherung für ihn sind.“ Ein großes Lob, das Fred Schoknecht ein breites Lächeln ins Gesicht zaubert. Der 36-Jährige arbeitet seit acht Jahren in der Schulmensa des Gymnasiums, zuvor war er viele Jahre in Hamburg als Koch in Restaurants tätig. Dass ihm die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen so liegt, das ahnte er zu Beginn gar nicht. „Ich hatte am Anfang ganz schön Respekt vor der neuen Aufgabe“, erinnert sich Fred Schoknecht. Inzwischen hat er „seine“ Mensa voll im Griff, eine extra Pausenaufsicht ist hier nicht notwendig. Wenn es doch mal zu laut wird, sorgt Fred mit einem kurzen Pfiff für Ordnung.
Die Schüler, aber auch die Lehrer, kommen gern in die Mensa, nicht nur zum Essen, sondern auch zum Klönen und Zusammensitzen. Fred Schoknecht kennt nicht nur ihre Namen. „Freddy weiß auch, wer mit wem befreundet oder verwandt ist, oder wann wir Geburtstag haben. Dann gibt es einen Cookie mit einer Kerze drauf“, erzählt Merle. Für Fred Schoknecht gehört das einfach dazu, ebenso wie gegenseitiger Respekt und Hilfsbereitschaft. „Ich möchte, dass die Kinder den Schulalltag einen Moment lang vergessen, wenn sie in die Mensa kommen. Sie sollen sich wohlfühlen, Spaß haben und neue Energie tanken“, sagt er.
Natürlich ist Fred Schoknecht auch ein super Koch, besonders beliebt ist seine Lasagne. Bei der Essensausgabe greift er manchmal auch „pädagogisch“ ein und schummelt ein wenig Gemüse auf den Teller. Jeden Tag wird alles frisch zubereitet, das ist Fred Schoknecht wichtig. Und „Freddy“ nimmt auch auf Sonderwünsche Rücksicht. „Laktose oder Gluten - darauf achte ich natürlich, wenn Schüler eine Unverträglichkeit haben. Von einer Schülerin weiß ich, dass sie keine Zwiebeln mag - die lass' ich dann einfach weg“, erzählt der Küchenleiter, der mit seinen Kolleginnen Mirlinda Gashi und Meschgan Nezam jeden Tag rund 250 Essen ausgibt. Was am Mittag auf den Tisch kommt, das können die Schüler neben einem freundlichen Gruß jeden Morgen auf Facebook lesen, wo Fred Schoknecht seine Mensa-Gruppe auf dem Laufenden hält.
Bei der derzeitigen Erkältungswelle sorgt der Koch sich auch um die Gesundheit der Schüler. „Dann zisch ich schnell mal los und besorge Tee“, sagt er. Den gibt es dann kostenlos. „Ich sehe ja jeden Tag, wie groß der Druck bei den Schülern ist. Gerade wenn Prüfungen anstehen, schleppen sie sich auch krank zur Schule. Da sind eine kleine Pause, ein paar freundliche Worte und ein warmer Tee manchmal Gold wert.“
So begeistert die Schüler von ihrem „Freddy“ sind, so dankbar ist Fred Schoknecht für die Zuneigung, die sie ihm entgegenbringen, und den Spaß, den er bei der Arbeit hat. Er fühlt sich als Mensa-Chef pudelwohl: „Ich habe hier meine Berufung gefunden.“