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Früher war mehr Lametta: Kreisrat Dr. Björn Hoppenstedt erzählt, wieviel Loriot in seiner Familie steckt

"Weihnachten bei Hoppenstedts" (Foto: NDR/Radio Bremen)
(kb). "Früher war mehr Lametta", schimpft Opa Hoppenstedt, Enkel Dicki glaubt, mit "Zickezacke Hühnerkacke" sei sein Soll in Sachen Weihnachtsgedicht erfüllt und Vater Hoppenstedt wickelt eine Krawatte nach der nächsten aus. In Loriots Klassiker "Weihnachten bei Hoppenstedts" wird der Heiligabend zur halben Katastrophe an deren Ende ein Loch im Wohnzimmerfußboden prangt und das Ehepaar Hoppenstedt unter einem Berg Geschenkpapier begraben wird. Doch wie sieht das Weihnachtsfest bei Hoppenstedts wirklich aus? Das WOCHENBLATT hat knallhart recherchiert und bei Kreisrat Dr. Björn Hoppenstedt nachgefragt.
Hoppenstedt räumt als erstes mit einem der Haupt-Mythen auf. "Lametta? Hatten wir nie", so der Vierzigjährige, der zudem bestreitet, jemals den Spitznamen Dicki getragen zu haben. Können wir nicht nachprüfen, glauben wir aber.
Auch ein Spielzeug-Atomkraftwerk habe er nie geschenkt bekommen, sagt Björn Hoppenstedt. "Ich kann mich noch an ein ferngesteuertes Auto erinnern, aber damit habe ich nichts kaputt gemacht", beteuert der Kreisrat. Und das Jodel-Diplom seiner Mutter? Pustekuchen. "Meine Mutter hatte da wohl Besseres zu tun", so Hoppenstedt. Und während Loriots Familie Hoppenstedt beim Versuch, den riesigen Berg Geschenkpapier im Treppenhaus zu entsorgen, scheitert, greifen Björn Hoppenstedt und seine Lieben bis heute zu eher konservativen Methoden: "Das landet natürlich alles im Altpapier." Einzig bei Opa Hoppenstedt gibt es eine Parallele zu Björn Hoppenstedts eigenem Großvater. "Ich glaube, der hätte gegen ein wenig Marschmusik nichts einzuwenden gehabt", erinnert sich der Kreisrat.
Er selbst gehört zu denen, die noch schnell an Heiligabend losdüsen, um letzte Geschenke zu besorgen. "Aber dann wird es besinnlich", so Björn Hoppenstedt. Gemeinsam mit der ganzen Familie geht es in die Kirche und auf riesige Geschenkeberge wird verzichtet. "Ich bin ganz froh, dass bei uns Weihnachten anders aussieht, als bei Loriots Fernseh-Familie", sagt Hoppenstedt. Er freut sich auf die Feiertage, an denen ARD und NDR auf eine Sendung natürlich nicht verzichten: "Weihnachten bei Hoppenstedts" läuft am 24. Dezember um 15.45 Uhr in der ARD sowie am 24. Dezember um 21.45 Uhr und am 25. Dezember um 18.05 Uhr im NDR Fernsehen.