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Für eine faire Zukunft

Der ökologische Fußabdruck misst der Rohstoffverbrauch des Einzelnen. Für uns in Europa macht er deutlich: Wir leben über unsere Verhältnisse (Foto: Heike/Pixelio)
Schulbildungsprojekt "Fair Future" besuchte Schulen im Landkreis / Wie groß ist Ihr ökologischer Fußabdruck?
kb. Hittfeld. "Habt Ihr heute schon Ressourcen verbraucht?" Mit dieser Frage eröffnete Holger Krohn vom Verein Multivision jetzt eine spannende Veranstaltung am Hittfelder Gymnasium. Er war mit dem Bildungsprojekt "Fair Future - Der ökologische Fußabdruck" zu Gast in Hittfeld, um die Jugendlichen u.a. über die Folgen ihres Konsums, den Klimawandel, Umweltschutz und den Rohstoffverbrauch aufzuklären. Zur Frage nach den Ressourcen fiel den Schülern zunächst nur das Wasser ein, das sie am Morgen zum Duschen und Zähneputzen verbraucht hatten. Holger Krohn machte jedoch schnell klar, dass das längst nicht alles ist. "Für die Produktion des T-Shirts, das ihr heute Nacht zum Schlafen getragen habt, wurden ebenso Ressourcen verbraucht, wie für euer Bett oder euer Frühstück", so der Experte.
Um zu errechnen, wie hoch der Ressourcenverbrauch des Einzelnen ist, wurde ein Rechenverfahren entwickelt, das den "ökologischen Fußabdruck" ermittelt. Darin einbezogen wird u.a. auch, wieviel Wasser zur Produktion eines Konsumgutes verbraucht wird und wieviel Kilogramm CO2 dabei ausgestoßen werden. "Wenn wir auf einem biologisch artenreichen Planeten leben wollen, auf dem die Ressourcen fair verteilt wären, dürfte der ökologische Fußabdruck jedes Menschen 1,6 Hektar betragen", erklärte Kolger Krohn. Der durchschnittliche Fußabdruck eines EU-Bürgers betrage aber 4,7 Hektar (USA 9,4 Hektar, Indien 0,9 Hektar). "Wenn alle so leben würden wie wir, bräuchten wir drei Planeten", so Krohn. "So kann es nicht weitergehen."
Das Problem: Die Menschen konsumieren immer mehr und schneller, viele Waren werden immer billiger. Die Folgen dieses Verhaltens: Klimawandel, Armut, Massentierhaltung, Umweltschäden. "Die Frage, die sich jeder stellen sollte ist: Was hat mein Konsumverhalten mit der Umwelt zu tun und was kann ich verändern", so Krohn.
Bevor das Projekt "Fair Future", das vom Landkreis, der Gemeinde Seevetal und der Sparkasse Harburg-Buxtehude unterstützt wird, in Hittfeld zu Gast war, hatte es schon Halt am Gymnasium Meckelfeld und an der Realschule Winsen-Roydorf gemacht. Deutschlandweit wurden bisher rund eine halbe Million Schüler erreicht. Schulleiter Stefan Weinreich begrüßt die Initiative: "Die Veranstaltung regt zum Nachdenken an, die Schüler bekommen neue Denkanstöße." Er würde sich wünschen, dass das Thema noch stärker in den Unterricht eingebunden wird.
• Neugierig geworden? Wer selber mal seinen ökologischen Fußabdruck errechnen lassen will, kann dies unter www.mein-fussabdruck.at (für Erwachsene) oder www.footprint-deutschland.de (für Jugendliche) tun. Weitere Infos zu "Fair Future" gibt es unter http://fairfuture.net, zum Verein Multivision unter www.multivison.info.