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Für "Titanic - ein Musical": Jürgen Huckauf baut das wohl berühmteste Schiff der Welt nach

Hält die Arbeiten am Bühnenbild auf Kurs: Jürgen Huckauf
kb. Seevetal. Bei ihrem Stapellauf war sie mit 269 Metern Länge das größte Passagierschiff der Welt: die Titanic. Da ist es nur logisch, dass auch das Bühnenbild für "Titanic - ein Musical", das am 2. Oktober Premiere in der Friedenskirche Maschen feiert, imposant ausfallen muss. Jürgen Huckauf (70), Elektroingenieur in Rente und passionierter Bastler, ist deshalb schon seit Wochen vorwiegend in der Garage oder im Keller anzutreffen. Dort werkelt, zeichnet, malert, schraubt und hämmert der Maschener. "Wenn jemand fragt, wo ich bin, sagt meine Frau: 'Der ist schon wieder auf hoher See'", erzählt Jürgen Huckauf und lacht.
Für Huckauf ist es bereits das vierte Bühnenbild, an dem er mitarbeitet. Auch für Grease, Rent und AIDA hat er nächtelang gebastelt und gemalt, um einen stimmungsvollen Rahmen für die Musicalproduktionen von Chorleiter Pascal F. Skuppe zu kreieren. "Aber Titanic ist noch einmal ein ganz Kaliber", sagt Huckauf. Für jede der drei Klassen, in denen die Passagiere im Jahre 2012 von Southampton Richtung New York aufbrachen, gibt es eine Ebene auf der Bühne. Um ein möglichst realistisches Bild vom Inneren des Schiffs zu schaffen, hat sich Jürgen Huckauf unzählige Bilder angesehen, nach passenden Tapetenresten gesucht oder die Wandvertäfelung gleich selbst gemalt. Auch Möbel und andere Einrichtungsgegenstände zeichnet er auf die Rückwände, Seekarten, Uhren, alte Telefone und andere Requisiten vervollständigen das Bild an Deck. Auch Jürgen Huckaufs Frau Wilma wurde schon eingespannt. Gemeinsam mit einer Freundin nähte sie 50 Rettungswesten, jede mit Titanic-Schriftzug versehen. Bei den Huckaufs gilt die Liebe zum Detail.
Einige Teile des Bühnenbildes, darunter der große Schornstein, lagern bereits im Keller der Maschener Kirche. "Die knifflige Frage ist, ob nachher auch alles zusammenpasst", so der Bastler. Die häufigen Bildwechsel bereiten ihm jetzt schon leichte Kopfschmerzen. "Die Wände sind zum Teil ganz schön schwer und wir haben keinen Vorhang. Das wird spannend", sagt Huckauf. Sein kreatives Talent liegt übrigens in der Familie. "Mein Vater war Reklame- und Dekorationsmaler. Von ihm habe ich viel gelernt", erzählt der Rentner. Nicht in die Wiege gelegt wurde ihm allerdings der Gesang. "Pascal hat mich mal gefragt, ob ich nicht im Chor mitmachen will, aber da habe ich gleich abgewunken", lacht Huckauf. Zeit für die aufwendigen Chorproben hätte er ohnehin nicht. Denn es gibt es noch viel für den Hobby-Bühnenbildner zu tun. Auch morgen wird er gleich nach dem Frühstück wieder im Keller verschwunden sein. "Bis zur Premiere muss schließlich alles fertig werden."
• Infos und Karten für "Titanic - ein Musical" gibt es auf http://www.pfs-music.de/TITANIC/.