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Gymnasium Hittfeld: Patyna übernimmt das Ruder

Freuen sich beide auf neue Herausforderungen: Frank Patyna (li.) und Stefan Weinreich
kb. Hittfeld. Raus aus dem Klassenraum, rein in die Schulbehörde: Diesen Schritt hat Stefan Weinreich, bisheriger Leiter des Gymnasiums Hittfeld, jetzt gemacht. Weinreich hat zum 1. August zur Landesschulbehörde nach Lüneburg gewechselt, seine Aufgaben als Schulleiter übernimmt sein ständiger Vertreter Frank Patyna. Für Weinreich kommt der Wechsel gerade zur rechten Zeit: "Ich war knapp neun Jahre Schulleiter in Hittfeld und habe in dieser Zeit viel bewegt, jetzt ist einfach Zeit für eine neue Herausforderung."
Stefan Weinreich ist in der Landesschulbehörde eingesetzt als schulfachlicher Dezernent im Bereich der Schulaufsicht und dabei zuständig für 13 Gymnasien und Gesamtschulen in den Landkreisen Verden und Heidekreis. "Als erstes habe ich einen großen Stapel Akten auf den Schreibtisch bekommen", sagt Weinreich. Seit Montag ist er unterwegs und besucht "seine Schulen".
Für Frank Patyna, der Latein und Spanisch unterrichtet, ist die Schulleitung kein Neuland, er war schon zuvor ständiger Vertreter Weinreichs. "Wir arbeiten schon seit vielen Jahren eng zusammen und haben viele wichtige Dinge gemeinsam entschieden", so Patyna. Natürlich stünden für ihn jetzt deutlich mehr Verwaltungstätigkeiten auf dem Stundenplan, "aber das Kollegium ist super und mir macht die Zusammenarbeit viel Spaß", sagt Patyna. Die Übergangsregelung gilt, bis Stefan Weinreich endgültig an die Landesbehörde versetzt wird. Erst dann wird die Schulleiterstelle offiziell ausgeschrieben.
Für Stefan Weinreich findet Frank Patyna viele lobende Worte. "Stefan war ein Schulleiter zum Anfassen. Seine Tür war immer offen, das wussten Kollegen wie Schüler zu schätzen", sagt er. Für ihn selbst steht nun erst einmal die Weiterführung vieler Projekte an, die bereits unter der Leitung seines Vorgängers angeschoben wurden. So steht das Gymnasium Hittfeld vor einer großen Renovierungsmaßnahme, bei der der Landkreis als Schulträger neue Wege geht. "Erstmal werden im Vorfeld die Ideen von Schülern, Lehrern, Eltern, aber z.B. auch Hausmeistern eingeholt und dann von den Architekten zu einem Gesamtkonzept zusammengefügt", erläutert Frank Patyna. Die Planungen sollen Anfang nächsten Jahres abgeschlossen werden, Baubeginn könnte im Herbst 2018 sein. "Aber das ist noch nicht endgültig entschieden", so Patyna. Denn auch an der IGS Hittfeld in direkter Nachbarschaft sind umfangreiche Baumaßnahmen geplant.
Eine weitere Veränderung ist der Umstieg auf das Kabinettsystem - bei dem nicht die Klassen einen festen Klassenraum, sondern die Lehrer feste Räume haben. Ein Vorteil, den das System bietet: Die Lehrer können ihre Fachräume individuell gestalten und z.B. mit Fachliteratur oder Unterrichtsmaterialien ausstatten. "Das erfordert dann aber u.a. die Einrichtung von Schließfächern für die Schüler", erklärt Patyna. Außerdem sei noch nicht abschließend entschieden, welche Jahrgänge betroffen sein werden. "Es gibt die Tendenz, die fünften und sechsten Klassen in eigenen Räumen zu belassen", so Frank Patyna.
Stefan Weinreich wird zumindest noch einmal vor seine ehemaligen Schüler in Hittfeld treten: "Ich durfte vor den Ferien noch nichts über den Wechsel nach Lüneburg verraten, weshalb ich mich nicht von den Schülern verabschieden konnte. Das will ich auf jeden Fall nachholen!"