Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

"Hauptsache stressfrei": Alexandra De Jong und ihre siebenköpfige Familie setzen auf ein entspanntes Weihnachtsfest

Weihnachtsstress und Perfektionswahn? Nicht bei Alexandra de Jong, Ehemann Michael und ihrer wilden Bande (Foto: @christinella)
kb. Wörme. Weihnachten ohne Geschenke? Kaum vorstellbar. Alexandra de Jong (42) trägt allerdings seit Kindheitstagen ein Weihnachtspäckchen der ganz anderen Art mit sich herum: „Ich habe ein leichtes Weihnachtstrauma“, erzählt die sechsfache Mutter und lacht. An die Heiligabende ihrer Kindheit hat sie nicht nur gute Erinnerungen. „Es war immer total stressig. Irgendwann haben sich alle gestritten und dann musste man sich kurz vor der Bescherung wieder zusammenreißen“, erinnert sich die Hebamme. Für sie stand deshalb schon früh fest: Ich mache das irgendwann alles anders!
Weihnachten in der Großfamilie - das mag für viele wie der blanke Horror klingen. Doch wochenlange Vorbereitungen, tausende zu erfüllende Wünsche und ein opulentes Festmahl, das jeden Geschmack trifft, all das steht bei bei Alexandra de Jong, ihrem Mann Michael und den sechs Kindern Tonda (1), Lunis (4), Tristan (7), Arlette (9), Janne (11) und Corvin (17) nicht im Vordergrund. Ihr Motto lautet: Hauptsache stressfrei. „Es ist ein Irrtum zu glauben, dass an Weihnachten alles perfekt sein muss“, sagt Alexandra de Jong.
Gemeinsames Aussuchen und Schmücken des Weihnachtsbaums gehört für die Familie aus Wörme genauso zu Weihnachten, wie ein Besuch des Krippenspiels in der kleinen Handeloher Kirche am Nachmittag des Heiligen Abends. Im Anschluss findet die Bescherung statt - wenn das Christkind denn die Geschenke rechtzeitig gebracht hat. Damit sich nicht alle gleichzeitig auf die Gaben stürzen, wird nacheinander ausgepackt. „So bekommt jeder mit, worüber sich die anderen freuen“, erzählt Alexandra de Jong. Beim Essen an Heiligabend macht sie keinen großen Firlefanz: „Es gibt etwas das praktisch und lecker ist. Und wer ein bestimmtes Gericht nicht mag, der isst sich an den Beilagen satt.“
Die klassische Pute gibt es bei der achtköpfigen Familie am ersten Feiertag. „Da hab ich schon immer beim Ausfüllen des Bestellzettels ein schlechtes Gewissen, weil ich weiß, dass das arme Tier für uns geschlachtet wird“, sagt Alexandra de Jong. Am zweiten Weihnachtstag gibt es Reste zu essen - und ganz viel Ruhe und Entspannung für die ganze Familie. Jeder macht das, wozu er Lust hat. „Wir gehen spazieren, die Kinder spielen mit ihren Geschenken, wir lesen und verbringen einfach Zeit miteinander. Dazu haben wir im Alltag selten genug Gelegenheit“, erzählt die 42-Jährige.
Doch auch wenn Alexandra de Jong den Feiertagen ganz entspannt entgegen sieht, in einige klassische Fallen tappt sie doch. „Mein Mann und ich schaffen es zum Beispiel nie, die Geschenke vor dem 23. einzupacken und dann sind wir in der Nacht zu Heiligabend bis zwei Uhr damit beschäftigt, dass alles rechtzeitig fertig wird.“
Im Hinblick auf ihren Beruf hofft Alexandra de Jong, an Weihnachten frei zu haben. Doch die anstehenden Geburten, die sie als Hebamme begleitet, lassen sich natürlich nicht so gut planen, wie das Programm in ihrem Yogastudio „Yoga Circus“ in Buchholz. Vielleicht wird Alexandra de Jong also dieses Weihnachten noch einem anderen Christkind begegnen...