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„Hier fehlt ein tragfähiges Konzept“

Beim Hittfelder Dorffest wird der Parkplatz von Edeka Meyer jedes Jahr aufs Neue zugeparkt. Die Supermarkt-Kunden haben dann das Nachsehen

Ärger bei Hittfelder Dorffest: Besucher blockieren immer wieder den Edeka-Parkplatz / Inhaber Herbert Meyer wünscht sich konstruktive Debatte

Es fehlt einfach ein tragfähig Parkplatz-Konzept“. Für Herbert Meyer vom Edeka-Markt in Hittfeld, hinterlässt das Hittfelder Dorffest jedes Jahr einen bitteren Beigeschmack. Der Grund: Für die vielen Tausend Dorffest-Besucher, die jedes Jahr vor allem mit dem Pkw aus der ganzen Region nach Hittfeld strömen, fehlen laut Meyer einfach Parkplätze. Viele Besucher stellten deshalb ihr Fahrzeug auf dem großen Kundenparkplatz des Edeka-Marktes ab. Konsequenz: Kunden finden keine Parkmöglichkeit und bleiben weg. Der Unternehmer wünscht sich deshalb eine konstruktive Debatte, um das Problem zu lösen.
Herbert Meyer: „Ich habe jedes Jahr am Dorffest-Wochendende Umsatzeinbußen von bis zu 40 Prozent“. Herbert Meyer nennt ein Beispiel: „Wenn ich am Samstagmorgen um 6 Uhr zum Markt komme, sind bereits alle Parkplätze belegt“. Der Grund: Die Anbieter des großen Samstagsflohmarkts parken dort. Herbert Meyer: „Mir ist nicht daran gelegen, das Dorffest madig zu machen. Ich möchte auch niemand an den Pranger stellen, ich will nur, dass eine geordnete Situation geschaffen wird.“
Vorstellbar für den Edeka-Inhaber wäre die Einrichtung eines zentralen Parkplatzes, von dem die Dorffest-Besucher per Bus-Shuttle zum Festplatz gelangen. Herbert Meyer:“Natürlich wird sich nicht alles von heute auf morgen ändern lassen, aber ich bin mir sicher, dass eine zentrale Parkfläche auch den Dorffest-Besuchern eine Menge Stress ersparen würde. Es muss jetzt nur der Anfang gemacht werden.“
Matthias Graf, Vorsitzender des Gewerbevereins Hittfeld, der das Dorffest organisiert, sagt dazu: „Ich kann Herbert Meyer verstehen, das Anliegen ist nachvollziehbar, wenn auch in der Praxis wohl schwer umzusetzen“. Ein Shuttle-Service könne laut Matthias Graf eine Möglichkeit sein, das Problem zu lösen. Allerdings sei auch das keine Garantie, dass nicht dennoch dorffestnahe Plätze zugeparkt werden. Der Vorsitzende weist auch darauf hin, dass das Problem nur ein Wochenende im Jahr bestehe. Dennoch sei er zu Gesprächen bereit. Matthias Graf: „Vielleicht hat Herbert Meyer noch weitere Ideen, ich freue mich auf den Dialog.“
Dass sich die Parkplatzsituation bei Großveranstaltungen in den Griff kriegen lässt, zeigt seit Jahren der Ort Tostedt. Hier findet jedes Jahr Norddeutschlands größter Flohmarkt statt, fast ganz ohne Parkplatzärger.