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Kampf gegen die Fluten

Zahllose Keller und Garagen im Hochwassergebiet waren überflutet Fotos: Feuerwehr (Foto: Feuerwehr)

Feuerwehren aus dem Landkreis Harburg waren im Bereich Hildesheim im Einsatz

(thl). Insgesamt sechs Züge der Kreisbereitschaft der Feuerwehren des Landkreises Harburg rückten vergangene Woche Donnerstag in den Landkreis Hildesheim aus, um dort die örtlichen Kameraden beim Kampf gegen die Fluten zu unterstützen. Weite Teile des südöstlichen Niedersachsens waren durch die schweren Unwetter mit Starkregen überflutet. Ganze Ortschaften standen unter Wasser, sodass Gebäude evakuiert werden mussten. Das Ausmaß der Schäden ist bis heute noch nicht abzuschätzen.
40 Feuerwehrfahrzeuge mit 104 Einsatzkräften aus dem Kreis unter Einsatzleitung von Kreisbrandmeister Volker Bellmann und Abschnittsleiter „Elbe“, Torsten Lorenzen, waren vor Ort, um zu helfen. Einsatzort war zunächst Groß Düngen, wenige Kilometer südlich von Hildesheim. Der Ort, wo die Lamme und die Innerste zusammenfließen, war stark überflutet. Sogar die Einsatzzentrale der Feuerwehr stand unter Wasser und war außer Betrieb.
Vor Ort wurde unverzüglich mit der Entlastung der Kanalisation begonnen und nicht ablaufendes Wasser auf tiefer gelegene Felder gepumpt. Zahlreiche Keller wurden entwässert. Besondere Sorgfalt erforderte der Umgang mit Gefahrstoffen, z.B. aus Heizöltanks. Hier galt es zu verhindern, dass diese durch das steigende Wasser aufschwimmen und abreißen. Dabei arbeiteten sich die Retter von Haus zu Haus vor. Problematisch war, dass das Wasser durch Duschen, Toilette und Abflüsse sowie direkt durch Kellerände wieder nachdrückte.
Am späten Abend wurden die Harburger Einsatzkräfte nach Bad Salzdetfurth verlegt und sorgten auch dort für vom Wasser befreite Keller und Straßen.
In der Nacht hatten die Einsatzkräfte Gelegenheit, für vier Stunden in der nahegelegenen Sporthalle der Grundschule auf Feldbetten zu ruhen. Auf dem angrenzenden Schulhof hatte der Verpflegungszug die Feldküche aufgebaut und versorgte die Einsatzkräfte mit warmen Mahlzeiten sowie warmen und kalten Getränken. Besonders der heiße Kaffee fand in den Nachtstunden und am folgenden Morgen reißenden Absatz.
In den frühen Morgenstunden war der Wasserpegel soweit gesunken, dass die Straßen bis auf einige größere Pfützen für die Einsatzfahrzeuge und Anwohner wieder frei befahrbar waren. Schon kurz nach Sonnenaufgang begannen die Anwohner mit Aufräumarbeiten. Von allen Seiten kamen Helfer mit Eimern und Schrubbern und unterstützten ihre Nachbarn und Bekannten. Erste Schrottcontainer wurden angeliefert und durchweichtes Mobiliar entsorgt. Unterdessen pumpten die Brandschützer weitere Häuser und Keller aus.
Am Freitagnachmittag gegen 15.30 Uhr war der Einsatz beendet und die Rückfahrt wurde angetreten.