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Kunstwerke aus Beton

Bettina Greitzke arbeitet an einer ihrer Skulpturen aus Beton
 
Viele ihrer Kunstwerke zieren mittlerweile Haus und Garten. (Foto: BettinaGreitzke_Kunst121)

Maschener Künstlerin fertigt Skulpturen und Wandreliefs aus dem Werkstoff

sab.seevetal. „Kreativität gehört zu meinem Leben“, sagt Bettina Greitzke. Schon als Kind hat sie ihr Spielzeug selber gebastelt. Heute hat sich die 47- jährige mit ihrem Hobby bereits einen Namen in der regionalen Kunstszene gemacht.
Vor gut sieben Jahren kaufte sie mit ihrem Lebensgefährten ein Haus in Maschen und wünschte sich eine individuelle Dekoration. Kurzerhand begann sie selber zu malen und schmückte ihr Haus mit farblich abgestimmten Bildern. Später fing sie an, Skulpturen zu modellieren. Die ersten Werke entstanden noch aus Ytong und Gips. Auf die Idee mit Beton zu arbeiten, kam sie während eines Urlaubs. „Seit ich mit Beton arbeite, kann ich meine Ideen freier umsetzen, da ich nur mit einer Idee auf einem Skizzenblock starte und dann mit dem Aufbauprozess beginne, bei dem ich Material hinzufüge, anstatt die Skulptur aus einem Stein herauszuschneiden“, sagt Bettina Greitzke.
Rund hundert Arbeitsstunden stecken in einem Kunstwerk. Zunächst entsteht ein Gerüst aus Stahl und Draht, danach wird der Beton schichtweise mit einem Spachtel aufgetragen. Nachdem sie zunächst im Keller gearbeitet hat, besitzt sie seit vier Jahren ein Atelier im Garten. Eigentlich war es nie geplant, die Kunstwerke auch zu verkaufen, aber es entstanden immer neue Skulpturen und Reliefs. „Kunst braucht Raum“, sagt die Künstlerin und in ihrem eigenen Garten und im Haus findet siemittlerweile keinen geeigneten Platz mehr.
Seit sie ihre Arbeiten verkauft, bekommen diese auch Namen. Eigentlich findet sie es jedoch spannender, zu hören, was andere mit ihren Werken verbinden. „Wenn ich den Skulpturen einen Namen gebe, lenke ich die Gedanken der Betrachter automatisch in eine bestimmte Richtung“, bedauert sie. Aber die Organisatoren der Ausstellungen, an denen sie regelmäßig teilnimmt, verlangen genaue Informationen zu den Kunstwerken.
Ein wenig stolz ist sie, dass sie mittlerweile auch zu anerkannten Kunstausstellungen, wie der AlsterArt in Hamburg oder der WerkkunstKunstwerk im Schloss Reinbek eingeladen wird, denn hier haben nur renommierte Künstler Zugang. Aber spätestens seit eins ihrer Wandreliefs den Wintergarten von Karsten Jahnke, dem bekannten Hamburger Konzertveranstalter, schmückt hat sie den Status eines Hobbykünstlers hinter sich gelassen. „Leider kann ich nicht zu allen Ausstellungen gehen, zu denen ich eingeladen werde“, bedauert sie. Der Aufwand ist einfach viel groß. Die Skulpturen müssen bruchsicher verpackt und teilweise weit getragen werden. „Ohne die tatkräftige Unterstützung meines Lebensgefährten würde es nicht gehen“, räumt die zierliche Frau ein. Neben der Arbeit an ihren eigenen Kunstwerken, will sie aber auch anderen Freude am Selbermachen vermitteln. „Jeder ist kreativ“, sagte sie lächelnd. Mehrmals im Jahr bietet sie Wochenend-Seminare für Anfänger und Fortgeschrittene an, die unter ihrer Anleitung den Werkstoff Beton kennenlernen und damit arbeiten. Neben ihrem fordernden Beruf als Einkaufsleiterin und der Kunst bleibt keine Zeit mehr für andere Hobbys. „Jedes Wochenende, das ich nicht kreativ im Atelier verbringen kann, ist für mich verlorene Zeit“, sagt Bettina Greitzke. Auch für 2015 hat sie schon wieder Ausstellungen geplant und arbeitet eifrig an neuen Stücken. Auf ihre Homepage www.Kunst121.de gibt es eine Übersicht aller ihrer Arbeiten und viele Informationen rund um den Werkstoff Beton.